SULZFELD

Lizzy Aumeier: „Ja, ich will“

Mit ihrem neuen Programm „Ja, ich will“ war die Oberpfälzer Musikkabarettistin Lizzy Aumeier in Vollerts Weinkeller in Sulzfeld zu Gast.
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Voluminöse Bühnenpräsenz zeigte die Kabarettistin Lizzy Aumeier („eine Barbie-Fehlprägung“) im Sulzfelder Weinkeller. Unterstützt wurde sie von Svetlana Klimova mit Violine und Klavier. Foto: Foto: Paulus

Mit ihrem neuen Programm „Ja, ich will“ war die Oberpfälzer Musikkabarettistin Lizzy Aumeier in Vollerts Weinkeller in Sulzfeld zu Gast.

Ihr Auftritt ist schon rein äußerlich eine Wucht. Im weißen Hochzeitskleid zeigte sie eine eindrucksvolle Bühnenpräsenz und kokettierte dabei im Wortspiel mit den Zuschauern wegen ihrer Fülle. Musikalisch unterstützt wurde sie am Kontrabass von Svetlana Klimova mit ihrem virtuosen Spiel am Klavier und der Violine.

Herhalten mussten die Zuschauer für Lizzy Aumeiers manchmal bizarre Gedankenwelt. Sogar ihren Ehemann Andreas provozierte sie zu einem gemeinsamen Act auf der Bühne des Weinkellers.

Veganes Weihnachten?

Im Programm „Ja, ich will,“ zeigte sie auf witzige und turbulente Art auf, dass es sich angesichts der aktuellen Scheidungsraten eigentlich nicht mehr lohnt, zu heiraten und Kinder in die Welt zu setzen. Dass man in einem Kindergarten veganes Essen eingeführt habe, sei ja noch zu verstehen. „Aber jetzt soll es auch ein veganes Weihnachten geben – ohne Ochs und Esel?“

Angesichts der Rückrufaktionen für Autos fragte Lizzy Aumeier in die Runde, ob es auch eine Rückrufaktion für Ehemänner gebe. Wenn Männer zu ihrer Frau sagten „Ich tue alles für dich“, dann meinten sie Drachen töten oder Burgen verteidigen, aber nie putzen oder den Müll runter tragen.

Ein mitfühlendes „Oah“ erklang aus dem Publikum, als Aumeier sagte, ihr Mann habe ihr noch nie etwas zum Valentinstag geschenkt. „Aber wir Frauen vergessen nicht – wir archivieren.“ Ganz jugendfrei ging es bei manchen Witzen nicht zu, aber insgesamt hatte das Publikum seinen Spaß an dem Programm.

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