Günter Eisenhuth aus Marktsteft wurde am Dienstag von Landrätin Tamara Bischof mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Wilhelm Gampel aus Geiselwind erhielt das Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten. Die beiden Männer erhielten die Ehrungen für ihr jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement in ihren Heimatgemeinden.

Eisenhuth, 1940 in Kitzingen geboren und machte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Schon als 14-Jähriger habe sich der Ausgezeichnete ehrenamtlich betätigt, berichtete Bischof in ihrer Laudatio. Er begann als Sammler des kirchlichen Notopfers der evangelischen Kirchengemeinde Kitzingen, war von 1957 bis 1964 Leiter der Jungschar und danach der Jungenschaft des CVJM Kitzingen.

Nach dem Unterricht und später an Samstagen half er im Seniorenheim Frieda von Soden in Kitzingen bei der Gartenarbeit, arbeitete als Küchenhilfe oder übernahm Reparaturen im Haus. Ab 1985 betreute Eisenhuth Senioren. Er half beim Schriftverkehr, übernahm Botengänge, kümmerte sich um Heimplätze, machte Behördengänge und half bei Finanz- und Steuerangelegenheiten. Es dürfte kaum einen Menschen im Landkreis geben, der über so lange Zeit sich in einer derartigen Vielfalt einsetzte.

Eisenhuth war von 1958 bis 1964 Beisitzer beim Kreisjugendring Kitzingen, von 1970 bis 1976 Truppführer und danach bis 1993 Gruppenführer beim BRK Kitzingen. Er war zudem 33 Jahre Krankentransportfahrer. Von 1982 bis 1993 übte er das Amt des Kirchenpflegers in der evangelischen Kirchengemeinde Marktsteft aus. Daneben war der Geehrte von 1982 bis 2011 Mitglied im Vorstand und Schatzmeister von Haus & Grund Kitzingen. Auch im Sport war Eisenhuth hoch engagiert.

Vereinsarbeit

Von 1996 bis 2011 saß Eisenhuth für die CSU im Stadtrat Marktsteft. Damit nicht genug. Seit 20 Jahren ist er amtierender Vorsitzender des Gartenbau- und Ortsverschönerungsvereins Marktsteft, war von 1996 bis 2011 Vorsitzender des CSU-Ortsvereins und von 2001 bis 2003 Beisitzer im Kreisvorstand seiner Partei. Seit 2007 übt er dort das Amt eines Revisors aus und auch die Soldaten- und Reservistenkameradschaft Marktsteft weiß seit 1998 diese Fähigkeit des Geehrten zu schätzen.

„Günter Eisenhuth hat sich durch sein vielfältiges und langjähriges Engagement in Kultur, Soziales, Kirche und Politik hervorragende Verdienste zum Wohle der Allgemeinheit erworben“, so die Landrätin.

Das Schützenwesen stand und steht im Mittelpunkt von Wilhelm Gampels ehrenamtlicher Arbeit. Seit 1982 ist er Schützenmeister der Schützengesellschaft Füttersee. Gampel habe sich besondere Verdienste beim Aufbau des Vereins, der Jugendarbeit und vor allem durch den Neubau des Schützenhauses in Füttersee erworben, sagte die Landrätin. Der Verein sei am 3. Februar 1982 auf Initiative Gampels mit 34 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen worden.

Besonders hervorzuheben sei Gampels ruhige und besonnene Art. „Wilhelm Gampel hat sich durch sein langjähriges, ehrenamtliches Engagement hervorragende Verdienste erworben und ist der Auszeichnung mit dem Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten würdig“, so Bischof bei der Verleihung.

Im Namen der Gemeinden gratulierten und dankten den Geehrten Bürgermeister Ernst Nickel (Geiselwind) und der stellvertretende Bürgermeister Dieter Lang (Marktsteft). Landtagsabgeordneter Otto Hünnerkopf sagte, der Staat könne nicht leisten, was von Ehrenamtlichen erbracht werde. Gampel und Eisenhuth seien leuchtende Beispiele dieses bürgerlichen Engagements.