SCHWARZACH

Leserforum: Zweitstärkste Fraktion wird ausgegrenzt

Zu: „Freie Wähler nutzen ihre Mehrheit“ vom 15. Mai aus dem Gemeinderat Schwarzach:
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Müssen wir in Schwarzach überhaupt noch wählen gehen? Diese Frage stelle ich mir seit der konstituierenden Sitzung vom 13. Mai. Neu-Bürgermeister Volker Schmitt appellierte an die Räte, sich mit ganzer Kraft für die Gemeinde einzusetzen „immer das Wohl der Bürger im Auge behaltend“, „Schieflagen“ unter verschiedenen Gruppierungen seien nicht vorteilhaft. Doch gleich bei der nächsten Amtshandlung wurde eine neue Schieflage erzeugt: die Wahl zum zweiten und dritten Bürgermeister.

Die CSU verzichtete mit der Begründung, dass die stärkste Fraktion doch den zweiten Bürgermeister stellen sollte auf einen Gegenkandidaten. Bei der Wahl zum dritten Bürgermeister wurde Frau Keppner-Siegert aus den Reihen der CSU vorgeschlagen. Die Argumentation der FCW durch Herrn Ratz gab der CSU aber zu verstehen, dass eine Kandidatin, die im Wahlkampf gegen den jetzigen Bürgermeister antrat, für sie (FCW) nicht in Frage komme (andere Kandidaten der CSU jedoch schon). Warum? Als offizielle Begründung nannte er: Es fehle die Gemeinderatserfahrung.

Kann man von einer Frau, die seit 14 Jahren als Lehrerin arbeitet, nicht erwarten, dass sie sich in das Amt des dritten Bürgermeisters einarbeitet? Oder hat die FCW Angst, dass Frau Keppner-Siegert auch mal widersprechen könnte?

Zur Erinnerung: Vor sechs Jahren wurde der langjährige Gemeinderat Armin Weckert (CSU) ebenfalls nicht zum dritten Bürgermeister gewählt. Was war hier der Grund?

Wird hier immer nur nach fadenscheinigen Begründungen gesucht um die eigene Macht zu sichern?

Somit wird der Wille eines Großteils der Schwarzacher Mitbürger (immerhin 40 Prozent CSU-Wähler) mit Füßen getreten. Solange die FCW ihre Mehrheiten ausnutzt und die zweitgrößte Fraktion ausgrenzt, wird ein konstruktives Zusammenarbeiten im Sinne der Schwarzachs Bürger schwer möglich sein.

Ursula Falkensein, 97359 Münsterschwarzach

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