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Leserforum: Verwaltungsakustik zur Beruhigung

Zum Artikel: Keine Chance auf mehr Lärmschutz vom 28. November
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Leserforum
Foto: Eo Borucki

„Lärmschutzwände bringen Menschen, die 300 Meter und mehr vom Gleis wohnen nichts, weil der Schalldruck sich dort (...) nicht verändert.“ Diese Erkenntnis aus dem Hörzentrum Oldenburg sollte den Bahn-Planern zu denken geben.

Sie müssen jetzt schon eingestehen, ihre Wände böten keinen vollständigen Schutz. Es erfolgt höchstens eine Schall-Minderung zu einem Drittel oder von zehn bis 15 Dezibel.

Dies gibt keinen Hinweis dafür, dass in der engen Hanglage des Breitbachtals zukünftig Lärm nicht vermehrt in die Siedlungen reflektiert wird und somit weiterhin eine

Gesundheitsgefährdung der Anwohner besteht zum Beispiel mit möglichen Lern- und Konzentrationsstörungen bei 40 Dezibel. Eine Beeinträchtigung von Immobilien durch Unverkäuflichkeit und Erschütterung bleibt.

Als „Verwaltungsakustik“ und um einen „Verwaltungsakt zu befriedigen“ wird die bahneigene 60 Dezibel-Grenze für Nachtlärm eingeschätzt. In der Tat werden hier wichtige gültige Vorgaben missachtet: Die Weltgesundheitsorganisation WHO legt 40 Dezibel als

Höchstgrenze fest, die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) gestattet nur 35 Dezibel.

Tatsächlich herrschen aber fast permanent hohe Schallpegel bis 84 Dezibel vor. Hier beginnt auch der Beschädigungsbereich mit der Gefährdung des Gehörs.

Dass innovative Technologien an Gleis und Wagen anwendungsbereit sind, ja schon verwendet werden, wird immer noch nicht erkannt. Österreichische und Schweizer

Waggons fahren längst leise.

Grün, oder braun, oder mausgrau, keinesfalls bepflanzt: Unseren Kommunalvertretern verbleibt also – nach ihrem lobenswerten Einsatz – nur die Farbenwahl der Wände! Die

Initiative für Lärmschutz Obernbreit/Marktbreit wird sich dagegen auch weiterhin für betroffene Bürger um Lärmminderung einsetzen. Wer mittun möchte: Infos unter Tel. (0 93 32) 50 04 49.

Albrecht Moreth 97342 Obernbreit

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