VOLKACH

Leserforum: Verlagerung der Schulden

Was tut ein Bürgermeister, der unbedingt im Amt bleiben will? Er schildert seine Amtszeit in den rosigsten Farben und verkündet, dass Investitionen getätigt und trotzdem die Schulden abgebaut seien. Doch leider ist genau das Gegenteil der Fall!
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Zum Bericht "Die Schulden weiter abgebaut" vom 30. Januar:

Was tut ein Bürgermeister, der unbedingt im Amt bleiben will? Er schildert seine Amtszeit in den rosigsten Farben und verkündet, dass Investitionen getätigt und trotzdem die Schulden abgebaut seien. Doch leider ist genau das Gegenteil der Fall!

Bürgermeister Peter Kornell betonte, dass auch 2013 wieder Schulden in Höhe von 634 000 Euro abgebaut worden sind. Es wurde aber nicht berichtet, dass diese Schuldentilgung eine Konsolidierungshilfe in Höhe von 500 000 Euro enthielt, die vom Freistaat Bayern stammte und ausschließlich zum Abbau von Schulden zu verwenden war. Der restliche Betrag ist dem äußerst niedrigen Zinsniveau zuzuschreiben, so dass frei werdende Beträge aus Zinsveränderungen zur Tilgung verwendet werden konnten.

Nicht erwähnt wurde aber der „Nebenhaushalt“ bei der Bayerngrund zur Finanzierung des Baugebietes, der zum Jahresende einen Minussaldo in Höhe von 597 000 Euroi auswies. Ein weiterer „Nebenhaushalt“ wurde im Jahr 2013 mit der Gründung des Kommunalunternehmens „Stadtwerke Volkach“ beschlossen. Hier hat der amtierende Bürgermeister eine städtische Finanzierungslücke von 5 Millionen Euro kurzerhand auf diese künstlich geschaffene Firma ausgelagert.

Schulden werden aber dadurch nicht geringer, dass man sie einfach auslagert, sondern indem man sie durch sparsame Haushaltsführung in den guten Zeiten tilgt.

Also doch kein echter Schuldenabbau. Und wer hinter die Zahlen schaut, wird sehen können: vieles rechnerisch geschönt und schöngeredet. Man lehnt sich an das Handeln der Bundesregierung an und meint der Bürger wirds schon nicht merken.

Melanie Wolfahrt 97332 Volkach

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