Zum Artikel " Eine Hochglanzbroschüre geißelt zerstörte Landschaften " vom 14. Januar:

Es wundert sich der Hofberichterstatter der Stadt Iphofen, Eike Lenz, dass Herr Wagner ihm gegenüber schweigt. Kritiker an der Iphöfer Politik werden von Herrn Lenz gern mit Adjektiven wie „standhaft“ oder „streitbar“ versehen. In gewohnter Weise passieren ihm manipulative Versehen wie hier von „rekultiviert“ zu sprechen, während die Maßnahme eine „Renaturierung“ war.

Bereits in seinen Berichten aus den Bürgerversammlungen 2011 in den Dörfern der Hellmitzheimer Bucht fiel jede Kritik an der Maßnahme, jeder Hinweis auf pachtvertrags- und gesetzbrechendes Vorgehen seitens Iphofens, weg. Heute stellt er Herrn Wagner als „rundumschlagenden“ Einzelkämpfer dar, der (weil seitens der Presse jede Kritik negiert wurde) „den Landkreis überzieht“.

Ich zitiere Herrn Dr. Walter Hümmer, beim Wasserwirtschaftsamt Nürnberg für Gewässeraufsicht verantwortlich: „Nachdem der Breitbach nie begradigt wurde, müsste er gar nicht renaturiert werden. Wenn, was alle zehn oder auch 20 Jahre sich ereignet, ein richtiger Regen, 20 bis 30 cbm pro Sekunde kommt, bringt die neue Maßnahme keine Vorzüge. In einer halben Stunde ist hier bei Hochwasser alles voll“. Entnommen der dritten Auflage (2011 und 2012) der Broschüre „CSU Weinstadt Iphofen“.

Die CSU Iphofen kommt im Fortlauf des Textes zu folgendem: „Es handelt sich entlang des Breitbachs um Frankens schönstes Mühlental. Man wird das nicht einfach der Natur überlassen können. Die Kultvierung bedarf aber noch der praktisch-politischen Lösung! Wird auf die Kultivierung verzichtet, kommen hier Disteln, Hecken, es wächst alles zu. Der Staat hat für die Kultivierung eigens ein Kulturlandschaftsprogramm aufgelegt. Das gilt es zu nutzen.“ Diese Rekultivierung ist tatsächlich notwendig. Das bedeutet fränkisches Kulturland – Renaturierung – und wieder zurück. Steuerverschwendung hoch zwei.

Die CSU Iphofen sollte Herrn Hünnerkopf mal zum Lesen ihrer Denkschrift animieren. Herr Lenz, entgegen ihren „blühenden Wiesen“ verfüge ich über Bildmaterial vom Spätsommer 2011, als Biobauer erkläre ich Ihnen anhand der Fotos gern den Unterschied zwischen Wiesenblumen und Disteln mit Samenstand.

Stefan Lenzer,

97346 Dornheim

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