Dettelbach

Leserforum: Steuergelder für "Nacktjagd" verplempert

Ein fränkisches Dorf, seine Bürgermeisterin und der See - so könnte der Titel eines Dreigroschenromans lauten, verfolgt man die anhaltende Berichterstattung über den Dettelbacher See.
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Zum Artikel "Dettelbach geht gegen Nacktbader vor" vom 7. August erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:

Ein fränkisches Dorf, seine Bürgermeisterin und der See… - so könnte der Titel eines Dreigroschenromans lauten, verfolgt man die anhaltende Berichterstattung über den Dettelbacher See. Ich selber genieße seit Jahren die Sommer dort und verfolge aufmerksam die Entwicklung dieses Idylls.

Für mich ist völlig unverständlich wie sich eine Bürgermeisterin einer solchen Jagd und Hetze verschreiben kann. Ich selber wurde bereits Zeuge von sechs herbei eilenden Polizeibeamten, welche die Badenden kontrollieren, und frage mich als Steuerzahler, ob es denn nötig ist, dass unsere Steuergelder auf diese Art und Weise verplempert werden.

Warum kontrolliert die Polizei nicht Personen, welche ihren ganzen Müll um den See entsorgen, oder Badegäste, welche die Musik unüberhörbar laut aufdrehen? Ist es denn notwendig, dass in Zeitungsartikeln explizit auf Homosexuelle hingewiesen wird, die den See genießen?

Ich dachte die Zeit, in der homosexuelle Menschen durch Polizei und Presse verfolgt werden, sei in Deutschland längst vorbei. Ich frage mich, mit welchen Problemen sich Frau Bürgermeister befasst, wenn der Winter hereinbricht.

Jörg Weingötz
97072 Würzburg

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