Volkach

Leserforum: Schlafentzug über so lange Zeit ist die Hölle

Zu dem Artikel „Frosch-Streit“ endet ohne Urteil“ vom 26. Juni:
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Der Frosch als Lärmquelle: Vor dem Kitzinger Zivilrichter zeigt sich derzeit, wie schnell durch Gequake aus Nachbarn regelrechte Feinde werden können. Foto: Foto: Yvonne Vogeltanz

Ich als Klägerin habe Ihren Artikel in der Main-Post gelesen. Dieser ist nicht objektiv und korrekt! Wir haben nicht aufgegeben, sondern für „Erledigt“ erklären müssen, da wir uns mit den neuen Nachbarn verständigen konnten. Auch unsere neuen Nachbarn wollen kein Froschkonzert oder Froschlaich in ihrem Teich. Bisher wurden 33 Frösche gezählt und nicht nur zwei Frösche, wie von der Gegenseite angegeben. Es wurde ein amphipiendichter Zaun errichtet in der Hoffnung, dass keine weiteren Frösche zuwandern.

Auch unsere Nachbarn möchten genügend Schlaf bekommen. Des Weiteren haben auch die umliegenden Nachbarn mit vorhandenen Teichen mitgeteilt, dass sie Frösche in die Naturteiche umsetzen würden, um eine Lärmbelästigung und schnelle Vermehrung der Frösche im Teich zu vermeiden.

Es ist korrekt, dass dieser Streit mit der Gegenseite hätte vermieden werden können. Aber die ehemalige Eigentümerin vom Teich ließ nicht mit sich reden. Wir haben es viermal versucht, im Guten die Angelegenheit zu bereinigen. Wir haben ihr Hilfe beim Einfangen und Umsetzen der Frösche angeboten, aber keine Chance.

Alle Leser und auch die Redaktion sollten versuchen, sich in diese Situation hineinzudenken – in circa zehn Metern Entfernung an einem Teich zu nächtigen, aus dem zehn Wochen lang ein lautstarkes Froschkonzert (bis 85 Dezibel) in der Balzzeit stattfindet. Trotz geschlossenen und zugestopften Fenstern gab es keine Chance, dem Froschlärm zu entgehen. Schlafentzug über eine so lange Zeit ist die Hölle.

Wir haben nichts gegen Frösche in der Natur. Fröschteiche sind in Mainsondheim in großer Entfernung von uns genügend vorhanden. Diese stören uns nicht. Des Weiteren muss auch ich volle Leistung in meiner beruflichen Tätigkeit erbringen. Dies war in der Balzzeit 2013 wegen Übermüdung und Erschöpfung nicht mehr möglich.

Aus diesem Grunde haben wir einen Bescheid von der Regierung von Unterfranken erwirkt. Dies wurde mit Hilfe eines ärztlichen Attests unterstützt. Dieser Bescheid wurde auch der ehemaligen Eigentümerin vom Teich zugestellt. Sie hätte innerhalb von vier Wochen Widerspruch einlegen können. Dies hat sie nicht gemacht. Nunmehr ist der Bescheid rechtswirksam. In den vom Vorsitzenden Richter angeordneten Ortsterminen war aus den Teichen fast nichts zu hören, da die Balzzeit zu Ende geht. Diese Ortstermine hätten circa vier bis sechs Wochen früher stattfinden müssen.

Alle direkten und etwas weiter entfernten Nachbarn, die unsere Zeugen waren im Prozess, haben

diese Lärmbelästigung bestätigt.

Zum Abschluss. Wir sind aufs Land gezogen, da wir das Landleben lieben. Wir sind in ein reines Wohngebiet gezogen und in kein Biotop. Die umliegenden Teiche sind von unserem Haus weit entfernt und diese Froschkonzerte stören uns überhaupt nicht, dazu zählen auch alle anderen Tiergeräusche. Aber direkt hinter dem Schlafzimmer war es unerträglich.

Kerstin Eck 97337 Mainsondheim

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