MARKTSTEFT

Leserforum: Kreisverkehr regelt Verkehr selbst

Zu unserem Bericht „Argumente für eine Ampel“ vom 13. Mai:
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Eine runde Sache: Auf dieses Zeichen hofft der Iphöfer Stadtrat, der sich von einem Kreisverkehr an der B 8 einen besseren Verkehrsfluss zum Bahnhofsgelände erwartet. Foto: Archivfoto: Kocholl

Ja, mein Namenskollege vom Straßenbauamt (Michael Fuchs, stellvertretender Leiter des Staatlichen Bauamts; d. Redaktion) hat sich Mühe gegeben pro Ampel zu argumentieren – bleibt ihm ja nichts anderes übrig.

Zu den Fakten:

• Ampellösung ist nicht deutlich, sondern nur unwesentlich billiger. Und zwar nur in der Anschaffung und nicht in den Folgekosten, wie Wartungsverträge oder Reparaturen, die mit einkalkuliert werden müssen und auch noch

• Emissionen, Staus, Benzinverbrauch, neue Fußgänger-Überwege,

Ausbau der Gehwege Richtung Marktsteft betreffen zwar nicht das Straßenbauamt, verursachen

aber dennoch Kosten.

• Verkehr ist durch eine Ampel nicht besser zu regeln. Ein Kreisverkehr regelt den Verkehr selbst, eine Ampel behindert ihn. Wer hat sich schon bei Staus im Kreisel beschwert? – Keiner.

Warum legt das Amt nicht Anschaffungs- und Folgekosten offen? Einfach, weil die Rechnung nicht aufgeht, weil man nicht ehrlich ist. Ich habe bei einigen Straßenmeistereien nachgefragt und dort wurden mir die Fakten bestätigt. Zu 90 Prozent unbedingt pro Kreisel.

Kleinere Kreisel gibt es in Gollhofen an der B 13 und in Marktbreit, wo durch die Autobahnabfahrt deutlich mehr Verkehr wie am Traugraben zusammenkommt. Hier funktioniert es ohne Staus. Ganz besonders am E-Center Kreisel in Kitzingen, wo täglich mehr als 9000 Fahrzeuge zusammenkommen.

Liebe Stadträte von Marktbreit und Marktsteft, warum wendet ihr euch nicht an die zuständigen Politiker? Zum Freibier waren diese in Seinsheim schnell zur Stelle, hier aber Schweigen. Ich überlege, ob ich nicht an den Petitionsausschuss des Landtags schreiben sollte . . .

Lothar Fuchs

97340 Marktbreit

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