Zum Artikel " Bäume in der Bachgasse wieder Thema im Rat " vom 12. September:

Marktbreit – Kein Platz für Radler. Stadtrat Volker Iglhaut hat es richtig erkannt: Das Konzept, mit 14 Bäumen auf 250 Metern den Autoverkehr in der Bachgasse zu vergraulen, ist völlig überzogen.

Nicht nur, dass der zweijährige Versuch mit den Stahlkübeln gezeigt hat, dass der wenige Verkehr nicht weiter spürbar abnahm – auch die Fahrradfahrer, die ja wohl nicht Zielobjekt der Aktion sein sollten, werden massiv gefährdet: Vor allem beim von Bürgermeister Hegwein so innig geliebten „Baumtor“ ist ein Gegenverkehr von Auto und Rad nicht möglich. Die Folge: die Radler werden ausgebremst, behindert, geschnitten – sollen sie etwa als lebende Verkehrshindernisse missbraucht werden?

Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass die Bachgasse überall so breit bleibt, dass für den Radverkehr – auch bei Gegenverkehr – genug Überlebensraum bleibt. Der Stadtrat wurde mehrmals auf diesen Mangel hingewiesen, aber passiert ist: nichts, obwohl es hier bereits einen ersten Unfall gegeben hat!

Das passt zum Konzept der Stadt: kein Platz für Radler. Beispiele: Keine Freigabe der Plochmanngasse für Radfahrer („die sollen schieben“); Verkehrsführung des Mainradweges durch den Lagerhaus-Parkplatz (Sichtbehinderung durch hohe Mauer und Infotafeln, Gehweg). Unter Förderung des umweltfreundlichen Fahrradverkehrs verstehen die Marktbreiter anscheinend nur das Aufstellen eines kleinen Radständers am Schloss.

Naja, 2014 haben die Marktbreiter Bürger ja wieder die Möglichkeit zur Wahl – vielleicht wählen sie diesmal Stadträte, die mehr für Radler übrig haben.

Peter Janitz

97342 Obernbreit

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