KITZINGEN

Leserforum: Enormes Potenzial im Areal Bürgerbräu

Zu unserem Bericht „Millionen Euro und ein Fragezeichen“ vom 9. Dezember, bei dem es auch um die Wohnbaupläne auf dem einstigen Bürgerbräu-Areal in Kitzingen ging:
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Bürgerbräu Kitzingen
Die Bürgerbräu in der Kitzinger Innenstadt: Seit der Schließung der Brauerei wird nach einer Folgenutzung gesucht. Jetzt zeichnet sich etwas ab. Ein Blick auf das Gelände. Foto: Siegfried Sebelka

Enttäuschend und langweilig empfinde ich die Baueingabe für das Areal Bürgerbräu. Gerade im Herzen der Stadt stelle ich mir einen sensibleren und verantwortungsvolleren Umgang mit der gewachsenen Baukultur des Geländes vor. Die Begeisterung der Bevölkerung auf bisherigen Festen zeigt doch, dass genau hier ein enormes Potenzial vorhanden ist, was einem das echte „City-Gefühl“ gibt.

Ein Abriss der Werksgebäude scheint erst mal die unkomplizierteste Lösung zu sein, es passiert ja endlich etwas in dem Hof, Studenten haben sich ja gründlich mit dem Areal beschäftigt, und ein Investor von weit weg ist auch gefunden. Langfristig aber verliert Kitzingen ein gewaltiges Stück „Charme“, um das sich andere Städte reißen würden.

Ein positives Beispiel hierfür ist das Bürgerbräu-Gelände in Würzburg, das gerade durch den einfühlsamen Umbau gehobenen Wohnstil und Leben auf das Gelände bekommt.

Schön wäre es, beim Rundgang durch den Hof mit Gewerbe und Cafes zu flanieren, in toll hergerichtete Lofts zu spitzen, und den Abend in einem Keller ausklingen zu lassen. Als Landkreisbürger wäre ich stolz auf eine Bebauung, weswegen ich nach Berlin oder Leipzig reise, das Gelände verdient allen Respekt.

Die Erhaltung der Renaissancegebäude zählt für mich als Argument nicht, das ist selbstverständlich und sollte nicht als Bonbon gewertet werden.

Auch wenn es Privatbesitz und sicher eine knifflige Aufgabe ist, haben doch hier die Stadt und Bürger ein Wörtchen mitzureden, geht es doch um die Attraktivität und Zukunft unserer Kreisstadt.

Peter Brandner, 97320 Mainstockheim

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