IPHOFEN

Leserforum: Demokratie braucht Transparenz

Zum Artikel „Gegen Live-Übertragung“ im Iphöfer Stadtrat, 7. August
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Foto: Eo Borucki

Zum Artikel " im Iphöfer Stadtrat, 7. August

Stadtratssitzungen sind kein Ohnsorg-Theater. Es braucht für deren Video-Aufzeichnung keinen Schwenk in den Zuschauerraum. Das Iphöfer Ratsgremium hat sich mittels erhöhter Sitzungsgelder den Erwerb von iPads finanziert. Die Räte selbst nutzen damit die digitalen Möglichkeiten neuzeitlicher Informationsübertragung.

Die Kommune ist die kleinste Einheit des staatlichen Organigramms. Stadträte werden wie sonst nirgends nach Persönlichkeit gewählt. Der Bürger hat in öffentlichen Sitzungen ein Recht, sich ein Bild der Arbeit dessen zu machen, den er gewählt hat.

Aus wirtschaftlichen Zwängen schmiert die „vierte Säule“ der Demokratie, die Presse, ab. „Die Kitzinger“ übernimmt Berichterstattungen der „Main-Post“. In der Vergangenheit war es dem Bürger möglich, die wiedergegebene Sicht eines zweiten Journalisten zu lesen. Jetzt entscheidet der Filter im Kopf eines Schreibers, was die Öffentlichkeit erfährt.

Herr Prof. Brehm hatte es in der Vergangenheit auf den Punkt gebracht. In Iphofen will man keine Kitzinger Verhältnisse. Der bürgerliche Block aus FW und CSU hat, wie so oft, auch in dieser Entscheidung Einigkeit bewiesen. Sind aber, so frage ich, Ostberliner Verhältnisse das Ziel? Demokratie braucht Transparenz.

Stefan Lenzer

97346 Iphofen-Dornheim

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