Kitzingen

Leserforum: Angst wird nicht durch Schmerz überwunden

Zu "Wann wird aus Druck Tierquälerei?" über die Gerichtsverhandlung am Kitzinger Amtsgericht vom 11. Oktober erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:
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Die Antwort dürfte nicht schwer sein: Ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, das in § 1 lautet: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen" ist Tierquälerei. Ein Tier durch Leiden über einen längeren Zeitraum gefügig zu machen ist ebenfalls Quälerei.

Bei dieser Verladeaktion wird Angst des Pferdes mit Charakterstärke verwechselt. Mit Besen und Schaufel einem Tier in der Mittagshitze eine Leistung abzuverlangen, wird verharmlosend als Übung hingestellt!  Traurig, wie wenig Mitgefühl für offensichtliches Leiden bei der Verteidigerin, einer „Pferdefreundin“, und  drei anderen selbsternannten Pferdekennern vorhanden ist. Offensichtlich ist das Pferd ja vertrauensvoll auf den Hänger gegangen, bevor es dort gestürzt ist. Ein Sturz im Hänger während der Fahrt, vermutlich angebunden, ist für ein Pferd ein sehr traumatisches Erlebnis. Anstatt ihm mit Geduld und Ruhe wieder Vertrauen zu geben, wird mit körperlicher (Hitze, Schaufel und Besen) und psychischer Gewalt dem Tier noch mehr Angst und Stress zugemutet.

Man muss nicht Pferdeexperte oder Tierschützer sein, um zu wissen, dass man Angst nicht durch Schmerz und Stress überwindet, sondern nur mit vertrauensbildenden Maßnahmen. Echte Pferdefreunde wissen das!

Natascha Wothke
97424 Schweinfurt

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