Abtswind

Leserbrief: Es trifft wieder die Radler

Nach Marktbreit versucht jetzt Abtwind mittels Gitterboxen in einer Tempo-30-Zone Autofahrer zum Langsamfahren zu bewegen.
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Zu „Holzgefüllte Metallkörbe sollen als Geschwindigkeitsbremsen dienen“ vom 24. Juli erreichte die Redaktion folgende Zuschrift.

Nach Marktbreit versucht jetzt Abtwind mittels Gitterboxen in einer Tempo-30-Zone Autofahrer zum Langsamfahren zu bewegen. Da hätten sie mal lieber vorher in Marktbreit nachgefragt, was das gebracht hat. Was die Geschwindigkeitsreduktion betrifft: Nichts! Was die Verkehrssicherheit der Radfahrer betrifft: Ein Fiasko mit Ansage! An jedem Hindernis muss der Radler ausweichen – und wehe, es kommt ihm ein Auto entgegen oder einer will von hinten überholen: ein Auto ist zwei Meter breit, ein Radler ohne Anhänger/Dreirad braucht mindestens einen Meter Platz – bei einer Straßenbreite von 3,70 Meter gibt es keinen Sicherheitsabstand mehr; anstatt sie zu fördern werden Radler somit als lebende Verkehrshindernisse missbraucht.

Ein Skandal ist es, dass Landratsamt und Polizeiinspektion Kitzingen, die bei solchen „Versuchen“ ein gehöriges Wörtchen mitzureden haben, die Folgen durchaus kennen, aber keinen Einspruch erheben.

In anderen Bundesländern ist man da deutlich schlauer: gegen „Raser“ hilft nur blitzen, blitzen, blitzen (da haben die Bürgermeister kein Mitleid) – und das Hindernis wird 1,5 Meter vom Bordstein entfernt aufgestellt, Radler können unbehelligt geradeaus fahren.

Peter Janitz
97342 Obernbreit

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