Kitzingen

Leistung lohnt sich in Schule und Beruf

"Heute ist ihr Festtag", wandte sich Frank Delißen, Schulleiter der Berufsschule Kitzingen, bei der Entlassfeier an die 175 Entlassschüler.
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Frank Delißen (vorne rechts), Leiter der Berufsschule Kitzingen-Ochsenfurt) gratulierte mit weiteren Ehrengästen den Klassenbesten des Entlassjahrgangs. Foto: Hartmut Hess

"Heute ist ihr Festtag", wandte sich Frank Delißen, Schulleiter der Berufsschule Kitzingen, bei der Entlassfeier an die 175 Entlassschüler. Die Festredner unterstrichen die Wichtigkeit der beruflichen Bildung und Landrätin Tamara Bischof versprach, dass die Landkreise Kitzingen und Würzburg als Sachaufwandsträger die Schule in den kommenden Jahren sanieren und fit für die Zukunft machen und dabei zehn Millionen Euro in die Hand nehmen werden. Dass die jetzt Ex-Schüler auch fit für die Zukunft sind, dokumentierte die Anzahl von 43 Staatspreisen, die Auszubildende mit der Abschlussnote 1,5 oder besser erhielten.

Die Laudatio auf die Regierungs-Preisträger Laura Heider und Amelie Dürr hielten unter der Überschrift "Leistung lohnt sich" Landrätin Tamara Bischof und der Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken, Walter Heußlein. Wie Tamara Bischof lobte, hatte Laura Heider als Auszubildende zur Industriekauffrau im Unternehmen Knauf Gips KG in allen Fächern und Lernfeldern hervorragende Fachkenntnisse und beeindruckende Fach- und Methoden-Kompetenz gezeigt und schloss folgerichtig die Berufsschule in allen Fächern mit der Note Eins ab. Auch in der schriftlichen Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) habe die Volkacherin die Note Eins geschafft und im Unternehmen schon zum Ende des ersten Ausbildungsjahres Verantwortung in der Büroorganisation der Geschäftsführung übernommen. Daneben habe sie auch Sozialkompetenz und gesellschaftliches Engagement bewiesen durch ihre Mithilfe im elterlichen Weinberg, der Betreuung des kranken Großvaters, oder der Mitgestaltung von Kindermetten.

Amelie Dürr zeichnete sich während ihrer Ausbildung zur Bankkauffrau in der Sparkasse Mainfranken Würzburg mit großem Fleiß und fachlichen Kompetenzen aus und erreichte in allen 14 Berufsschulfächern die Note Eins. Die Kleinrinderfelderin überzeugte auch mit Teamfähigkeit und engagierte sich als Klassensprecherin. Ihr soziales Bewusstsein hatte Amelie Dürr schon vor ihrer Berufsausbildung während eines Jahres Bundesfreiwilligendienst in der Behinderteneinrichtung St. Josefs-Stift Eisingen unter Beweis gestellt. Dort hatte sei eine Gruppe von elf Menschen mit geistiger Behinderung in ihrem Alltag unterstützt und sei mit großem Feingefühl auf deren Bedürfnisse eingegangen. "Frau Dürr ging voll in dieser verantwortungsvollen Aufgabe auf", bescheinigte ihr Walter Heußlein der jungen Frau, die jetzt ein BWL-Studium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt angehen will.

Über den Förderpreis des Fördervereins Staatliche Berufsschulen durfte sich Steffen Ziegler freuen, der seine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik in der Würzburger Firma eResearch Technology machte. Der Sennfelder konnte in der Berufsschule den "beachtenswerten Notendurchschnitt von 1,1", so die Laudatorin und Fördervereinsvorsitzende Anja Böhm erzielen. Er habe sich als absoluter Teamplayer erwiesen, war im Schuljahr 2017/18 Schülersprecher, zeigte auch in der betrieblichen Ausbildung sehr gute Leistungen und betätigt sich als ehrenamtlicher Ausbildungs-Scout in der IHK. In seiner Freizeit gibt Steffen Ziegler sein mathematisches und physikalisches Wissen auch als Nachhilfelehrer weiter.

Die Schule entließ 175 Auszubildende, von denen 168 Abschlusszeugnisse und sieben  Entlasszeugnisse bekamen, daneben erlangten noch 43 junge Leute einen Mittleren Bildungsabschluss. Der stellvertretende Schulleiter Robert Schöfer und seine Kollegin Gerlinde Porzelt begrüßten mit den Entlassschülern viele Ausbilder, Eltern und Ehrengäste. Dass die Wirtschaft in großer Zahl vertreten war, wertete Frank Delißen als große Wertschätzung gegenüber den Abgängern. Frank Delißen riss an, wie viel Wissen die Berufsschüler erlernten und ihnen an Werten vermittelt wurde. Die Berufsschule stelle den Menschen in den Mittelpunkt und entlasse die jungen Leute bestens gerüstet in die berufliche Zukunft. Tamara Bischof hoffte, dass die Abgänger ihre Berufung und Erfüllung in ihren Berufen finden. Die Entlassfeier umrahmten Dirk Orend und Jan Reinelt musikalisch als Band "Ein Fall für 2".

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