Mainstockheim

Leerstandskataster für Mainstockheim

Es ist ein langgehegter Wunsch etlicher Mainstockheimer Räte: Die Erstellung eines Leerstandskatasters für den Ort. Jetzt macht das Förderprogramm „Erhebung von Innenentwicklungspotenzialen“ nicht nur die Ermittlung von Leerständen möglich, sondern wird darüber hinaus noch Ansätze zur Lösung bieten. Bei einer Gegenstimme beschlossen die Räte am Donnerstagabend, sich um die Fördermittel zu bewerben.
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Es ist ein langgehegter Wunsch etlicher Mainstockheimer Räte: Die Erstellung eines Leerstandskatasters für den Ort. Jetzt macht das Förderprogramm „Erhebung von Innenentwicklungspotenzialen“ nicht nur die Ermittlung von Leerständen möglich, sondern wird darüber hinaus noch Ansätze zur Lösung bieten. Bei einer Gegenstimme beschlossen die Räte am Donnerstagabend, sich um die Fördermittel zu bewerben.

In der Septembersitzung war die Anregung gekommen, sich am Förderprogramm zur Erhebung von Innenentwicklungspotenzialen zu beteiligen. Da die Abgabefrist der Unterlagen schon am 5. Oktober war, war Eile geboten, wie Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs den Räten erläuterte. Größtes Problem dabei: Kurzfristig musste ein erster Plan erstellt werden, der die Grundstücke des Ortes grob in öffentliche Gebäude, unbebaute Grundstücke oder Leerstände und in den vergangenen fünf Jahren verkaufte Flächen einteilt. Den erforderlichen Ratsbeschluss fassten die Räte am Donnerstagabend.

Sollte Mainstockheim ins Programm aufgenommen werden, dann bekommt die Gemeinde ein umfangreiches Konzept, das neben der Bestandserfassung auch eine Datenbank mit Dringlichkeitsbewertung, des künftigen Wohnbaulandbedarfs und einen Maßnahmenkatalog zur Flächenaktivierung umfasst. Der Fördersatz liegt bei 60 Prozent maximal jedoch bei 15 000 Euro. Geschätzt wird der Plan auf rund 38 000 Euro. Bedenken gegen die Planung hatte Thomas Popp aus Datenschutzgründen, da zur Planerstellung auch Daten über Grundstückseigner weitergegeben werden müssen.

Offen ist, ob Mainstockheim in das Förderprogramm aufgenommen wird. Alternativ könnte das Leerstandskataster auch über ILEK gefördert werden. Doch dazu muss erst einmal eine entsprechende interkommunale Gemeinschaft gegründet werden. Das könnte zwar Mitte Oktober in Dettelbach erfolgen. Doch selbst wenn sie zustande kommt, bis auf diesem Wege Zuschüsse fließen, kann das dauern. „Das wäre für mich die zweite Wahl“, sagte der Bürgermeister.



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