Rödelsee

Lärmschutz für das neue Rödelseer Baugebiet

Die Gemeinde Rödelsee plant das Wohngebiet „Schlossgrund“. Derzeit werden Lösungen für den Lärmschutz gesucht, denn am Randes des Gebiets liegt ein Weingut.
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Bei Veranstaltungen ist in Rödelsee alles zugeparkt. Im Bereich vor dem Löwenhof (rechts) soll dies bald nicht mehr möglich sein.

Die Gemeinde Rödelsee plant das Wohngebiet „Schlossgrund“. Derzeit werden Lösungen für den Lärmschutz gesucht, denn am Randes des Gebiets liegt ein Weingut. Mittlerweile hat laut Bürgermeister Burkhard Klein ein Abstimmungsgespräch im Landratsamt stattgefunden, über das Christina Albig von der Verwaltungsgemeinschaft Iphofen berichtete. Demnach soll das Weingut mit in den Bebauungsplan aufgenommen und das Areal als Dorfgebiet ausgewiesen werden, denn ein Dorfgebiet schütze die Landwirtschaft. Zudem soll eine Lärmschutzwand näher an das Weingut gerückt werden.

Nach dem Dorfgebiet soll ein Mischgebiet als Puffer vor dem Allgemeinen Wohngebiet kommen. Das beauftragte Ingenieurbüro soll diese Vorschläge nun in die Planung einarbeiten. Da Gemeinderat Walter Fuhrmann Mauern und Wälle nicht gerade als vorteilhaft für das Dorf ansieht, hätte er gerne auch eine Planung für das Baugebiet, das ohne solche Lärmschutzbauten auskomme. Richard Ooms von der Firma LBO stellte dem Ratsgremium mögliche Lärmschutzwände vor und zeigte an Hand von Beispielen wie Lärmschutzbauten an der Kreisstraße oder beim Weingut ausschauen könnten.

Die weiteren Themen im Rat

• Für rund 14 000 Euro vergab der Gemeinderat Mäh- und Mulcharbeiten in Rödelsee und Fröhstockheim an die Firma Florian Hofmann GmbH Würzburg, da die Übertragung der Arbeiten zum einen wirtschaftlich und sinnvoll für den Betriebsablauf des Bauhofs sei, hieß es in der Ratssitzung. Für die Mühlbachsanierung mit Ortsstraße in Rödelsee wird mit der Firma BaurConsult ein entsprechender Ingenieurvertrag abgeschlossen. 24000 Euro kostet die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED . Den Auftrag bekommt die Main-Donau-Netzgesellschaft.

• Das Regenüberlaufbecken in Fröhstockheim wird saniert. Der Gemeinderat billigte das vorliegende Konzept mit einem Kostenvolumen von etwa 482 000 Euro, mit Baunebenkosten dann insgesamt 550 000 Euro. Für das Lagergebäude mit Sanitärbereich wird eine Containerlösung verwirklicht.

• Die Haltestellen der Buslinie 8111, 8150 und 8217 bekommen neue Haltestellenmasten. Dazu hatte im Vorfeld ein Ortstermin stattgefunden, bei dem auch darauf hingewiesen worden war, dass vor dem Anwesen „An den Kirchen 12“ ein Parkverbot ausgesprochen werden sollte, da der große Gelenkbus kaum fahren könne, wenn hier Autos parkten. Auch das Parken vor dem Löwenhof soll künftig nicht mehr möglich sein.

• An das Feuerwehrgerätehaus der Fröhstockheimer Feuerwehr soll angebaut werden, um den Platzbedarf zu decken. Drei mögliche Varianten hat der Gemeinderat schon einmal zur Kenntnis erhalten. Konkret will man 2019 in die Planung einsteigen.

• Auch wenn die Stadt Kitzingen die notwendige Erschließung des Gewerbegebietes Gries bei Fröhstockheim nicht bejahe, wird der Gemeinderat Rödelsee keine Einwände gegen den Bebauungsplan „Südlicher Hammerstielweg“ der Stadt Kitzingen vorbringen – auch wenn wegen der Konversionsflächen ausreichend Wohnraum geschaffen worden sei. Im März soll dagegen schon die Kindergartenerweiterung so weit fertig sein, dass die Räume bezogen werden können. Anfang April soll eine kleine Segnungsfeier stattfinden, die offizielle Einweihung am Freitag, 8. Juni.

• Der Gemeinderat Rödelsee stimmt der Anstellung einer gemeinsamen Archivkraft der Gemeinden Mainbernheim, Markt Einersheim, Martinsheim, Rödelsee, Seinsheim und Willanzheim innerhalb der Interkommunalen Allianz „Südost 7/22“ zu. Rödelsee wird die Fachkraft zehn Stunden (9,52 Prozent) im Monat bekommen. Auch der Vorentwurf für das Kernwegekonzept steht. Allerdings benötige man wegen der vorgeschriebenen Breite der Wege zusätzlichen Grund, weswegen man nicht überall in der Kommunalen Allianz zufrieden sei.

• Der „Rödelseer Frühling“ und der „Erntedankmarkt“ werden künftig ein etwas anderes Gesicht bekommen. So wird es ein Kabarett-Begleitprogramm geben. Am 28. April tritt Alexander Göttlicher auf, am 6. Oktober TBC.

• Ob auf den von der Gemeinde Rödelsee verpachteten Flächen Glyphosat ausgebracht wird, das legt die Gemeinde in die Hände der Landwirtschaft. „Unseren Landwirten vertraue ich“, betonte Bürgermeister Burkhard Klein in der Gemeinderatssitzung. Gegen die Beibehaltung der bäuerlichen Praxis stimmten zwei Gemeinderäte.

• Das Projekt „DenkOrt Aumühle“ in Würzburg, mit dem Unterfranken der deportierten jüdischen Mitbürger gedenkt, bekommt einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro. 869 Euro gibt es für die ambulante Krankenpflege des Diakonischen Werkes.



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