Schwarzach

LZR darf Flurweg zum Transport von Altmaterial nutzen

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Marktgemeinderat Schwarzach einen Antrag der Firma Lenz-Ziegler-Reifenscheid GmbH (LZR) auf Sondernutzung eines Flurwegs zugestimmt. LZR will einen landwirtschaftlichen Weg zwischen den Abbaugebieten Schwarzenau-Nord und Schwarzenau-Süd vorübergehend nutzen.
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52 800 Euro kostet die neue Außenbepflanzung auf dem ehemaligen Spielplatz in Münsterschwarzach.  Foto: Peter Pfannes

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat der Marktgemeinderat Schwarzach einen Antrag der Firma Lenz-Ziegler-Reifenscheid GmbH (LZR) auf Sondernutzung eines Flurwegs zugestimmt. LZR will einen landwirtschaftlichen Weg zwischen den Abbaugebieten Schwarzenau-Nord und Schwarzenau-Süd vorübergehend nutzen.

Willi Lenz von LZR erläuterte in der Sitzung am Dienstag das Vorhaben. In dem Sandabbaugebiet soll Altmaterial abtransportiert werden, das von einer ehemaligen Kanalbaumaßnahme in Gerlachshausen stammt, so Lenz. Etwa 7000 Kubikmeter Altmaterial sollen mittels Lastkraftfahrzeugen umgelagert werden. Der Transport soll mit Schleppern erfolgen. Es würden keine großen Brummis oder 40-Tonner verwendet, sagte der Unternehmer. Die Nutzung des wassergebundenen Wegs mit einer Länge von 700 Meter soll bis zum Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Das Material auf dem Fluss zu transportieren, sei zu aufwendig, antwortete er auf die Frage von drittem Bürgermeister Ralf Henninger.

Einhellig befürwortete das Gremium den LZR-Antrag. Eine Sondervereinbarung zwischen der Gemeinde und LZR muss die Verwaltung jetzt ausarbeiten. Darin enthalten sind zwei Forderungen der Marktgemeinde. Weil der Weg erst vor wenigen Jahren neu angelegt wurde und sich laut Bürgermeister Volker Schmitt in einem sehr guten Zustand befindet, soll dessen Zustand vor Beginn der Materialabfuhr dokumentiert werden. Sollten Schäden entstehen, müssen diese nach Abschluss der Arbeiten von LZR behoben werden.

Der SV Stadtschwarzach (SVS) erhält für die Umstellung seiner Flutlichtanlagen auf LED einen Zuschuss von 6500 Euro. Wie bei früheren Vorhaben anderer Sportvereine auch bezuschusst die Gemeinde den SVS mit zehn Prozent der Gesamtkosten für die Energiesparmaßnahme von 65 000 Euro. Nach Abzug der Zuschüsse von Bund und BLSV verbleibt ein Eigenanteil von 30 000 Euro beim SVS. Im Haushalt für 2019 ist bereits eine freiwillige Leistung von 3000 Euro vorgesehen. Weitere 3500 Euro muss der Kämmerer als Sonderausgabe buchen. Laut Bürgermeister Schmitt werden 16 bestehende Flutlichter abgebaut und durch eine moderne LED-Beleuchtung ersetzt. Für das Kleinspielfeld neben dem Hauptplatz wird erstmalig eine Beleuchtung installiert.

Abgelehnt hat der Gemeinderat einen Antrag der Stadt Volkach auf finanzielle Unterstützung einer möglichen Renovierung des Freibades. In der Begründung des einstimmig gefassten Beschlusses hieß es, dass der Markt Schwarzach im nächsten Jahr selbst für die Sanierung der Grundschule mit rund 9,5 Millionen Euro tief in die Tasche greifen muss. Zusätzlich stehen Dorferneuerungsmaßnahmen in Düllstadt und in den Folgejahren auch in Schwarzenau an. Laut Bürgermeister Schmitt sei eine Erweiterung der Kläranlage Schwarzacher Becken nicht ausgeschlossen und würde die finanzielle Situation der Marktgemeinde weiter belasten. Peter Kuhn stellte klar: "Wir haben einen ähnlichen Antrag aus Abtswind abgelehnt. Dann können wir hier nicht zustimmen." Seine Ratskollegen sahen das ebenso und erteilten Volkach eine Absage.

Für die Erweiterung des Kindergartens St. Felizitas in Münsterschwarzach hat der Gemeinderat drei Aufträge vergeben. Die Arbeiten für die Bepflanzung samt Rollrasen erledigt die Firma Weiglein aus Geesdorf für 52 800 Euro. Der Einbau einer Beregnungsanlage wurde abgelehnt. Die Neubepflanzung ist notwendig, weil viele Büsche auf dem bisherigen Spielplatzgelände giftig sind und aus haftungsrechtlichen Gründen entfernt werden müssen. Die Innenmöblierung für den Altbau liefert die Firma Aurednik aus Bessenbach für 15 500 Euro. Die abschließende Reinigung des Altbaus darf Bürgermeister Schmitt laut Beschluss an den günstigsten Anbieter vergeben.

Befürwortet hat der Gemeinderat, dass das Jugendfeuerwehrzeltlager des Landkreises Kitzingen wieder in Hörblach oberhalb der LZR-Seen stattfinden kann. Das Lager findet vom 1. bis 5. August statt.

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