Martinsheim

LED-Leuchten bescheren Einsparung

Das Beleuchtungsniveau halten und Energie einsparen. Um das zu erreichen, beschloss der Martinsheimer Gemeinderat in der Sitzung am Montagabend bei einer Gegenstimme die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Retrofit. Der Auftrag zum Umbau erging an die Main-Donau-Netzgesellschaft (MDN), die einen kompletten Servicevertrag mit der Gemeinde hat. Insgesamt 185 Lampen in Martinsheim und seinen Ortsteilen werden nun in diesem Jahr im Zuge der fälligen Wartungsarbeiten zum Preis von 14 611 Euro inklusive der Leuchtmittel und 19 Prozent Mehrwertsteuer umgestellt.
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Das Beleuchtungsniveau halten und Energie einsparen. Um das zu erreichen, beschloss der Martinsheimer Gemeinderat in der Sitzung am Montagabend bei einer Gegenstimme die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Retrofit. Der Auftrag zum Umbau erging an die Main-Donau-Netzgesellschaft (MDN), die einen kompletten Servicevertrag mit der Gemeinde hat. Insgesamt 185 Lampen in Martinsheim und seinen Ortsteilen werden nun in diesem Jahr im Zuge der fälligen Wartungsarbeiten zum Preis von 14 611 Euro inklusive der Leuchtmittel und 19 Prozent Mehrwertsteuer umgestellt.

Eduard Sand von der MDN erläuterte die wesentlichen Punkte der Umstellung, die eine Energieeinsparung von rund 23 000 kWh pro Jahr bei aktueller Brenndauer bringen dürfte, zudem eine mögliche CO2-Einsparung von 10 600 Kilogramm pro Jahr. Die Kosteneinsparung durch den verminderten Energieverbrauch wird nach Aussage Sands bei rund 5560 Euro pro Jahr liegen, "was eine Amortisation der Umstellungskosten in etwa 2,6 Jahren bedeutet". Sand betonte, dass der Umbau eine rein wirtschaftliche Lösung und keine nach der Europa-Norm 13201 darstelle. In Zeiten immer wichtiger werdender Artenvielfalt zeige sich auch, dass aufgrund nicht vorhandener UV-Strahlung das warmweiße LED-Licht am insektenfreundlichsten sei. Gefragt nach Solarleuchten verwies Sand auf hohe Anschaffungskosten und wenig Installationen aufgrund der meist fehlenden Energiequelle in der dunklen Jahreszeit. Angesprochen wurde ein etwaiger Probelauf mit LED-Leuchten, was aber nicht befürwortet wurde, "die Zeit ist reif für eine Umstellung", wie ein Ratsmitglied bemerkte.

Abstand nicht ausreichend

Die dritte Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) und des Bebauungsplans Sondergebiet Windkraft -  Zwieburg des Marktes Ippesheim ist rechtskräftig. Damit habe die Gemeinde Martinsheim nun die Möglichkeit, gegen ein drittes Windrad rechtlich vorzugehen, sagte Bürgermeister Rainer Ott. Im Rat war man einhellig der Meinung, dass der Abstand des Windrads nicht ausreichend sei und nicht hingenommen werden könne. Deshalb strebt die Gemeinde nun ein Normenkontrollverfahren als Grundlage einer Überprüfung der Gültigkeit der von Ippesheim erlassenen Satzung an. VG-Geschäftsstellenleiterin Kerstin Ebert sagte zum weiteren Vorgehen, dass erst ein Rechtsschutzantrag gestellt werden müsse, um dann ein Anwaltsbüro zwecks Normenkontrollklage zu beauftragen. Falls dem Rechtsschutzantrag nicht entsprochen werde, müsse neu beraten werden. Der Rat stimmte geschlossen für dieses Vorgehen.

Der in der Ratssitzung im März beschlossene Durchführungsvertrag zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Photovoltaik Kuhwasen in der Gemarkung des Ortsteils Unterickelsheim war den Bauherren Reinhold Mader und Uwe Strebel vorgelegt worden. In der Sitzung am Montagabend lagen dem Rat zwei Änderungsvorschläge der Bauwerber vor. Zum einen ging es um die Streichung des Zusatzes der maximalen Leistung von 750 KWp, die von der Mehrheit des Rates abgelehnt wurde. Zum anderen um die Streichung der Ausrichtung "nach Süden", da die Module so errichtet werden müssen, dass keine Blendwirkung für die Fahrer auf der Autobahn ensteht, was einstimmig befürwortet wurde. Der Durchführungsvertrag wurde bei einer Gegenstimme gebilligt.

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