Kitzingen

Kurt Braun und die närrische 11

Er gilt als "Vater der Fastnacht in Franken“ und hatte am 27. März etwas zu feiern: Kurt Braun aus Kitzingen wurde 88 und diese Zahl ist für den Vollblutkarnevalisten magisch.
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Kurt Braun (links) feierte seinen 88. Geburtstag im Kreise der Kitzinger Karnevalsgesellschaft. Von Senatspräsident Volkhard Groß gab es eine Überraschung. Er überreichte Braun den Sonderorden des Fastnachtsverbandes. Foto: Willi Paulus

„In der Kitzinger Karnevalsgesellschaft habe ich mich immer unter Freunden gefühlt,“ sagt Kurt Braun. Und so wundert es nicht, dass er seinen 88. Geburtstag im Kreise der Senatoren der KiKaG feierte.

8 x 11 Jahre – die närrische Zahl Elf ist für den Vollblutkarnevalisten eine magische Zahl und hat mehr Bedeutung als ein runder Geburtstag. Sie zieht sich durch sein ganzes Leben. Ob bei Familiendaten oder in seiner Laufbahn als Karnevalist, unter anderem als Elferrat, immer ist die Zahl Elf präsent. Zwei mal elf Jahre war er auch Senatspräsident der KiKaG.

Der "Vater der Fastnacht in Franken"

Kurt Braun gilt „als Vater der Fastnacht in Franken“. Erst als Vizepräsident des Fastnachtsverbandes Franken (FVF), der Kontakte mit dem Bayerischen Rundfunk knüpfte, später, nach vielen Verhandlungen mit den Fernsehleuten, als Präsident der „Veranstaltungsgesellschaft Fastnacht in Franken“, die im Herbst 1986 gegründet wurde. Für vier Fernsehsitzungen, von 1987 bis 1990, hatte Braun die Verantwortung, bis er das Amt an seinen Nachfolger abgab.

Der gebürtige Kitzinger war 1952 außerdem Gründungsmitglied der KiKaG . Zusammen mit Helfern legte er eigenhändig den Falterturm von Schutt frei, um darin nach elf Jahren das erste Fastnachtsmuseum zu installieren. Auch das historische Kellerspiel der KiKaG wäre ohne ihn nicht denkbar. Lange Jahre war er Regisseur des Spiels, das inzwischen weit über 600 Mal aufgeführt wurde.

Mit zahlreichen Orden geehrt

In seiner karnevalistischen Laufbahn erhielt Kurt Braun viele Orden, darunter 1965 den „Till von Franken“ des FVF und 2003 den Verdienstorden in Gold mit Brillanten des Bunds Deutscher Karneval (BDK). In der Feierstunde zum 88. Geburtstag kam ein weiterer dazu: Senatspräsident Volkhard Groß überreichte Kurt Braun den Sonderorden des Fastnachtsverbandes für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in der KiKaG. 2011 wurde Brauns Wirken auch öffentlich gewürdigt. Die CSU-Fraktion im Kitzinger Stadtrat verlieh ihm den „Dr.-Erwin-Rumpel-Gedächtnispreis“.

Kurt Braun wurde am 27. März 1931 in Kitzingen geboren. 1945 verlor er seinen Vater an der Front, kurze Zeit später kam auch seine Mutter beim Bombenhagel auf Kitzingen ums Leben. Als Vollwaise besuchte er in Tirol die Schule und begann eine Lehre als Schriftsetzer.

1946 wurde er von der französischen Militärregierung aus Tirol ausgewiesen. Seinen Traumberuf als Schriftsetzer übte er dann in Kitzingen sein ganzes Berufsleben lang in der Druckerei Kummor aus. 1951 heirateten er und seine Frau Marianne, geborene Geißendörfer. 

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