Einen wahrlich „kunstvollen“ Ausklang der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Rouillac und Wiesentheid haben sich die Organisatoren des Partnerschaftskomitées einfallen lassen.

Unter dem Motto „Hier & Dort – Ici et La-bas“ ist eine bunte Vielzahl von interessanten Werken sowohl im Kunstseminar am LSH (Landschulheim Wiesentheid) entstanden, als auch im hiesigen Kindergarten und der Mittelschule. Etwa 35 Arbeiten auf Papier und zahlreiche Objekte wurden von der Jury ausgewählt.

Einige Bilder und Collagen empfangen den Besucher schon im Foyer und Treppenhaus des Historischen Pfarrhauses mit „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ oder einem Scherenschnitt „Berlin – Paris“. Oben angekommen fallen vor allem die heiter-farbigen Objekte der jüngsten Künstlergruppe auf. Ein „Air-Bus“ ist zum Beispiel im Kindergarten fantasievoll gestaltet worden, oder der Prototyp eines deutsch-französischen Autos von Schülern der Nikolaus-Fey-Mittelschule und der „gedeckte“ Tisch in der Mitte, appetitlich dargestellt mit landestypischen Gerichten.

Alex Mader aus der 10. Klasse hat nicht nur einen ersten Platz mit seinem Bild „Gläser“ gemacht, sondern auch die Ausstellungseröffnung am Flügel musikalisch bereichert.

Für Schirmherrin Damiana Gräfin von Schönborn-Wiesentheid sei es eine ehrenvolle Aufgabe und ein Anliegen, gegenwärtige Kunst und junge Künstler zu unterstützen, sagte sie in ihrer Ansprache. Dies sei auch eine wichtige gemeinsame Aufgabe. Ein sichtbarer Ausdruck, dass Europa bei unseren Kindern schon angekommen ist, seien die hier ausgestellten Werke, meinte sie abschließend.

Christine Gumann, Vorsitzende des Partnerschaftskomitées, umriß kurz die Anfänge der deutsch-französischen Freundschaft im Jahr 1972. Um ein anderes Land zu verstehen, braucht es die Kultur, die Kunst, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede darzustellen, fuhr sie fort. Und zum Abschluss: „Wir müssen Brücken schlagen, aufeinander zugehen, nur so kann ein Austausch stattfinden“.

Bevor Bürgermeister Werner Knaier die Ausstellung offiziell eröffnen konnte, war es an Projektleiterin Claudia von Hajek, sich bei allen Beteiligten, den Schülern, der Schirmherrin, der Gemeinde, den Juroren und den Sponsoren zu bedanken. Die Preisverleihung für die jeweils ersten drei Plätze und für die Sonderpreise übernahm das Team vom P-Seminar Kunst am LSH.