VOLKACH

Kunst geht fremd und sieht rot

Auch heuer tauschen 14 unterfränkische Museen im Sommer und Herbst ihre Kunst. Die Volkacher Barockscheune bekommt Besuch aus Nürnberg.
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Der rote Springer, Udo Kaller, 1989, Öl auf Leinwand, 200 x 200 Zentimeter, Leihgabe der Kunsthalle Schweinfurt. Foto: Foto: Kaller & Kaller

Bereits zum achten Mal tauschen heuer 14 unterfränkische Museen im Sommer und Herbst ihre Kunst. Jeweils ein ausgewähltes Kunstwerk wird an ein anderes Haus ausgeliehen und dort in einer neuen Umgebung ausgestellt. Dabei kann es sich entweder harmonisch in die Kulisse einfügen oder auch ganz bewusst durch Kontraste irritieren, heißt es in einer Pressemitteilung.

Farbliches Thema

Das Kunstprojekt steht in jedem Jahr unter einem bestimmten Motto, und die fremdgehende Kunst heuer „sieht rot“ in den 14 Museen. Was die Exponate mit der Farbe Rot zu tun haben, können die Besucher bis zum November selbst erkunden.

Die Volkacher Barockscheune beteiligt sich seit Jahren schon an der Tauschaktion. Das Museum „sieht rot“ seit dem 27. Juli mit dem Gemälde „Der rote Springer“ des Nürnberger Künstlers Udo Kaller. Das Bild ist eine Leihgabe der Kunsthalle Schweinfurt, dem früheren, seit langem geschlossenen Ernst-Sachs-Bad. „Ob ,Der rote Springer‘ vielleicht ein Signal für die Volkacher Bäder bedeutet?“, stellt Museumsleiterin Margit Hofmann in den Raum, denn sie hat dieses Gemälde für die Tauschaktion unter verschiedenen Aspekten ausgewählt. Eine wichtige Anknüpfung war natürlich auch die Ausstellung des Bezirks „Über.Brücken. 100 Wege über den Main“, die bis Anfang September in der Barockscheune zu sehen ist.

Unabhängig vom Volkacher Kontext zeigt das Gemälde „Der rote Springer“, 1989, Landschaftsmalerei in abstrakter Weise. Sich überlagernde, farbige Querstreifen zeigen Hügel, Wege, Felder, Wasserflächen, bei denen sich der Künstler vielleicht durchaus an der Landschaft der Mainschleife orientiert hat.

Udo Kaller, geboren 1943, studierte an den Akademien für bildende Künste in München und Nürnberg. Der seit 1972 freischaffende Künstler gilt als feste Größe in der zeitgenössischen Kunstlandschaft.

Gespräch mit dem Künstler

Udo Kaller kommt am Freitag, 12. Oktober, um 19 Uhr in die Barockscheune Volkach. Das Künstlergespräch moderiert MA Andrea Brandl, Leiterin der Kunsthalle Schweinfurt. Der Eintritt ist frei.

Aus Volkach wandert ein Tauschobjekt in die Museen Schloss Aschach Bad Bocklet. Es ist die 2,50 Meter hohe Skulptur des Eisendrachens, der im Hof der Barockscheune seinen Platz hat.

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