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HÜTTENHEIM

Kultur pur beim Kreisheimattag in Hüttenheim

Einen mehrseitigen Flyer benötigen die Hüttenheimer, um alle Programmpunkte zur 1100-Jahr-Feier vom 1. bis 3. Juni auflisten zu können. Den Höhepunkt bildet der Sonntag.
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Die Jubiläumsbocksbeutel und die Flyer für das Jubiläums-Festwochende vom 1. bis 3. Juni mit dem Kreisheimattag präsentieren die Hüttenheimer Organisatoren. Foto: Foto: Hartmut Hess

Einen mehrseitigen Flyer benötigen die Hüttenheimer, um alle Programmpunkte zur Feier 1100 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes vom 1. bis 3. Juni auflisten zu können. Den Höhepunkt bildet der Sonntag, 3. Juni, wenn die Hüttenheimer noch den Kreisheimattag ausrichten. Dafür wird der Ort komplett gesperrt, damit die Festgäste ungestört feiern und flanieren können. Die Gastgeber bieten den Gästen zu den Jubiläumsfeierlichkeiten Kultur pur.

Am Freitag öffnet die Töpferei Seebeck ihre Türen und präsentiert ihren Jubiläumsbecher. In einigen Gasthäusern gibt es besondere Speisen, ab 18 Uhr lädt die Landjugend mit der Feuerwehr zu Essen und Getränken in der Kirchenburg und die Kirchengemeinden bieten um 21 Uhr eine ökumenische Lichterwallfahrt.

Mittelalterliche Gruppen

Wie auch am Sonntag, werden ab Samstag eine Gruppe aus der Merowingerzeit um die Familie Gerstner und eine mittelalterliche Gruppe das Leben von vor Hunderten Jahren aufleben lassen. Das Gonschorek-Fahrradmuseum und die Ausstellung „Tante-Emma-Laden“ haben ihre Türen geöffnet und im Rathaussaal ist eine Sammlung alter Hüttenheimer Bilder, die Karl Ruß zusammengestellt hat, zu sehen. Dazu gibt es Betriebsführungen in der Gärtnerei Schunke, in Winzerkellern und in der Grundschule, Einblicke in die Bienenwelt am Bienenpatenwald sowie Ausstellungen historischer Bocksbeutel und archäologische Lesefunde. Im Programm sind noch die Wildkräuterleckerein von Stefanie Roßmark und Rebecca Stich, die örtlichen Chöre nehmen die Besucher auf eine musikalische Zeitreise mit und abends veranstalten wie Winzerbetriebe Gümpelein und Hillabrand zusammen ein kleines Weinfest.

60 Aussteller bei Kunsthandwerkermarkt

Unter der Überschrift „Feiern mit Freunden und Gästen“ steht der Sonntag mit dem Kreisheimattag, dem Kunsthandwerkermarkt mit 60 Ausstellern, dem Bauernmarkt und dem Handwerkermarkt, die um 11 Uhr öffnen. Der Tag beginnt um 10 Uhr mit dem ökumenischen Festgottesdienst, den der Knauf-Knappenchor umrahmt.

Um 11 Uhr eröffnen Landrätin Tamara Bischof, Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert, Weinprinzessin Anna-Lena Willfarth und Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Wolbert offiziell den Kreisheimattag und der Chor Harmonie singt dazu. Danach geben die Bergmannskapelle Knauf kund der Musikverein Willanzheim Standkonzerte und ab 14 Uhr zeigen Trachtentänzer aus der ungarischen Partnergemeinde Zanka ungarische Heimattänze.

Führungen im Jüdischen Friedhof

Zu den Programmpunkten des Samstags kommen am Sonntag noch: Die historische Schlepperausstellung bei Altbürgermeister Wilhelm Sturm, Führungen im Jüdischen Friedhof, eine bebilderte Ausstellung über die Anhydritgrube der Knauf Gips KG im Sportheim, eine Haarschnittaktion im Rathaus zugunsten des Kitzinger Tierheims, eine Kunstausstellung im Kinderhaus Sternenhimmel, Infostände des Weinparadies Franken, der Diakoniestation Markt Einersheim, der Kitzinger Arbeiterwohlfahrt, der Kreisverkehrswacht und der Polizeiinspektion Kitzingen.

Seine verschiedenen Angebote zeigt das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten am Nachmittag. Wer einen bleibenden Eindruck vom Kreisheimattag und den Jubiläumsfeierlichkeiten der Gemeinde mit nach Hause nehmen will, der ist am Stand der Sparkasse Mainfranken richtig. Dort können Interessierte sich selbst eine Zinnmedaille prägen.

Zudem gibt's einen Jubiläumswein. Dazu hatten sich sechs Winzerbetriebe zusammengetan und ein Silvaner-Cuvée kreiert, das zum Jubiläum vorgestellt wird.

40 Leute im Arbeitskreis

„Unsere Bürgermeisterin war sofort Feuer und Flamme zur Ausrichtung des Kreisheimattags“, bescheinigt ihr Karl-Heinz Wolbert. Von ihr sei der Funke auf die Vereine und Bürger übergesprungen. In einem Arbeitskreis mit 40 Personen brachten sich interessierte Bürger sowie Verantwortliche von der Gemeinde, Vereinen, Kirchen, Firmen, Winzern, Gastronomen, Chöre und Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Wolbert ein.

Das Jubiläum wird gefeiert auf der Basis eines Dokumentes über einen einstigen Besitztausch im Jahr 918 von Abt Drakolf. „Der Ideenfindungsprozess und die ganzen Vorbereitungen haben unsere Dorfgemeinschaft gestärkt“, nennt Ingrid Reifenscheid-Eckert einen positiven Nebeneffekt des Engagements im Vorfeld der Jubiläumsfeierlichkeiten. Sie hofft zusammen mit den Hüttenheimern, viele Gäste zum Festwochenende begrüßen zu dürfen.

Mehr Infos und das ausführliche Festprogramm unter www.huettenheim.de

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