KITZINGEN

Kreishaushalt: Schulen bleiben lieb und teuer

Dass sich der Landkreis Kitzingen als Bildungslandkreis versteht, wird bei den laufenden Beratungen des Haushalts 2014 deutlich: Mit Gesamtausgaben von 9,22 Millionen Euro fließen 14 Prozent des Verwaltungshaushalts in den Bereich Schule und Bildung.
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Schüler/Schule
Foto: dpa

Dass sich der Landkreis Kitzingen als Bildungslandkreis versteht, wird bei den laufenden Beratungen des Haushalts 2014 deutlich: Mit Gesamtausgaben von 9,22 Millionen Euro fließen 14 Prozent des Verwaltungshaushalts in den Bereich Schule und Bildung.

Erfreuliches gab es für die Mitglieder des Schulausschusses des Kreistags zur Kostenentwicklung bei der Generalsanierung des Gymnasiums Marktbreit. Bei der derzeit größten Baustelle des Landkreises zeichnet sich weiter ab, dass die veranschlagten Kosten für die bis auf Kleinigkeiten abgeschlossene Erweiterung und Sanierung von 13,66 Millionen unterschritten werden. Joachim Gattenlöhner, im Landratsamt zuständig für das Großprojekt, geht davon aus, dass die Maßnahme bis Pfingsten abgerechnet ist und sich die Kosten dann bei 12,4 Millionen Euro einpendeln werden. Damit wäre nach der Generalsanierung des Armin-Knab-Gymnasiums und der St.-Martin-Schule in Kitzingen das dritte große Schulprojekt der vergangenen Jahre vom Tisch.

Flachdach wird saniert

Ganz ohne Baumaßnahme geht es aber auch in Zukunft nicht. Nachdem im Jahr 2009 die Fassade und die Fenster erneuert wurden, muss in diesem Jahr das undichte Flachdach der 1980 eingeweihten Beruflichen Oberschule im Schulzentrum Kitzingen saniert werden. Der Ausschuss stimmte der vorgeschlagenen Flachdachsanierung zu. Kosten: rund 250 000 Euro.

5000 Euro (genauso viel übernimmt die Stadt Dettelbach) stellte der Ausschuss für eine Machbarkeitsstudie für ein Nahwärmenetz mit zentraler Heizzentrale in Dettelbach zur Verfügung. Der Kreis unterhält in der Luitpold-Baumann-Straße die Realschule und das Schwimmbad mit hohem Energiebedarf.

Daneben gibt es viele Wohnungen der Gemeinnützigen Baugenossenschaft des Landkreises und weitere energieintensive Einrichtungen. Vom Vorstand der Genossenschaft kam die Idee für das Fernwärmenetz. In dem sieht die Hochbauabteilung und das Konversionsmanagement im Kreis eine Möglichkeit, die Energieversorgung auf neue und effektivere Beine zu stellen.

Erster Schritt soll die detaillierte Prüfung der technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Realisierbarkeit sein durch Fachleute. Das soll mit der 10 000 Euro teuren Studie passieren.

Zu Beginn der Sitzung hatten Wolfgang Kremer und Markus Henneberger vom Zweckverband Bayersicher Landschulheime die Angebote des Frankenlandschulheims Schloss Gaibach und des Steigerwald-Landschulheims in Wiesentheid vorgestellt. Der Landkreis ist Mitglied im Zweckverband Bayerische Landschulheime und unterstützt die beiden Schulen mit gut einer Million Euro pro Jahr.

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