Kitzingen

Kreisacker stößt auf großes Interesse

Strahlender Sonnenschein, Picknick am Main bei Gitarrenmusik, angenehme Gespräche und interessante Informationen – schöner hätte sich Landrätin Tamara Bischof das Mitbring-Picknick zur Eröffnung des Kreisackers nicht vorstellen können. Mehrere hundert Menschen, die den gesamten Nachmittag die Veranstaltung und die Infostände besuchten, sahen es ähnlich: das Thema Nachhaltigkeit ist das Thema der Zukunft und die Aktion des Landratsamts hat den Nerv der Zeit getroffen.
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Hunderte Besucher kamen zur Eröffnung des Kreisackers auf dem Gelände der ehemaligen Gartenschau. Foto: Corinna Petzold
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Strahlender Sonnenschein, Picknick am Main bei Gitarrenmusik, angenehme Gespräche und interessante Informationen – schöner hätte sich Landrätin Tamara Bischof das Mitbring-Picknick zur Eröffnung des Kreisackers nicht vorstellen können. Mehrere hundert Menschen, die den gesamten Nachmittag die Veranstaltung und die Infostände besuchten, sahen es ähnlich: das Thema Nachhaltigkeit ist das Thema der Zukunft und die Aktion des Landratsamts hat den Nerv der Zeit getroffen.

Die Landrätin ging in ihrer kurzen offiziellen Eröffnung laut einer Pressemitteilung auf den Hintergrund des Kreisackers ein: „Teilen wir die Ackerfläche dieser Welt durch die Zahl der Menschen, ergibt das etwa 2000 Quadratmeter pro Mensch. Darauf muss alles wachsen, was wir verbrauchen: Nahrungsmittel, Baumwolle, Bio-Gas oder Bio-Diesel und nachwachsende Rohstoffe für die Industrie. In Berlin gibt es einen Acker, auf dem das so angepflanzt ist.“

Zeigen, was im Landkreis alles wächst

Der Kreisacker auf dem ehemaligen Gartenschaugelände in Kitzingen zeigt indes auf seinen 1000 Quadratmetern anteilig das, was im Landkreis Kitzingen an Ackerfrüchten und Gemüse angebaut wird. „Wir möchten zeigen, was alles bei uns wächst, denn oft fehlt hier schlicht das Wissen. Wir möchten die Wertschätzung für den heimischen Anbau erhöhen und das Bewusstsein für die Themen Regionalität und Saisonalität fördern, denn wir haben bei uns eine Vielfalt an landwirtschaftlichen Produkten, wie kaum eine andere Region“, betonte die Landrätin.

Das Landratsamt, das den Kreisacker als erste Umweltbildungsaktion in Vorbereitung der Umweltstation organisiert hat, konnte auch zahlreiche Partner gewinnen: Die SoLaWi Kitzingen stellte das Konzept der solidarischen Landwirtschaft vor, der Bayerische Bauernverband stand mit einer Verkostung heimischer Öle, einem Glücksrad zu landwirtschaftlichen Fragen und persönlichen Gesprächen parat, der Eine-Welt-Laden Kitzingen informierte über fairen Handel, ebenso wie Kristina Hofmann, Wirtschaftsförderin am Landratsamt, die die Anerkennung des Landkreises als Fairtrade-Landkreis betreut. Die Umweltstation Sommerhausen begab sich auf die Spur des Brotes, Besucher konnten Mehl mahlen und Getreideflocken quetschen.

Info-Tafeln zu Regionalität und Saisonalität

Markus Schmitt vom Landschaftspflegeverband stand für „Acker-Gespräche“ am Kreisacker bereit und informierte unzählige Bürger über die Aktionen des Landkreises. Mechthild Engert, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege, hatte Info-Tafeln zu Regionalität und Saisonalität entwickelt, die am Kreisacker stehen bleiben werden und als Poster an die Besucher verschenkt wurden.

Ganz praktisch ging es zu beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu, dort konnte man sich am Melken probieren, mit dem Fahrrad Getreide für den „Pfannkuchenweg“ mahlen, der Wissenswertes über die Herkunft unserer Lebensmittel sowie Biodiversität und Ressourcenschutz in der Landwirtschaft vermittelte. Eine Erdbeerverkostung und viele heimische Produkte rundeten das Programm ab. Großen Anklang fand auch die Wildkräuterführung mit Manuela Großmann, die von einer Gebärdensprachendolmetscherin – wie die gesamte Veranstaltung – begleitet wurde.

Jugendaktion am Samstag

Am kommenden Wochenende geht’s am Samstag mit einer Jugendaktion auf dem Kreisacker weiter: Jugendgruppen der Obst- und Gartenbauvereine hatten in den vergangenen Wochen bereits Pflanzen gezogen, die nun ausgepflanzt werden. „In den kommenden Monaten werden unsere Pflanzen wachsen und gedeihen und sich der Kreisacker immer weiter verändern“, betonte die Landrätin und lud die Bürger dazu ein, regelmäßig beim Acker vorbeizuschauen und die Veränderungen zu beobachten.

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