MÜNSTERSCHWARZACH

Krankenstation im Kloster ist fertig

Nach über einjähriger Bauzeit ist die klostereigene Kranken- und Pflegestation für die Mönche des Konvents fertig gestellt. Jetzt wurde sei eingeweiht.
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Auch die Infirmerie-Kapelle in der Abtei Münsterschwarzach wurde am Donnerstag eingeweiht.

Die Infirmerie der Abtei Münsterschwarzach ist am Donnerstag feierlich eingeweiht worden. Nach über einjähriger Bauzeit ist die klostereigene Kranken- und Pflegestation für die Mönche des Konvents fertig gestellt. Abt Michael Reepen bedankte sich bei allen Beteiligten und segnete anschließend die Kapelle und die Zimmer. Nun können die alten und pflegebedürftigen Mönche von der provisorischen Zwischenstation in moderne und neue Räume ziehen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Abt zitierte aus der Benediktsregel, in der den Kranken ein ganzes Kapitel gewidmet wird: „Die Sorge für die Kranken muss vor und über allem stehen: man soll ihnen so dienen, als wären sie wirklich Christus;“ (RB 36,1) Weiter schreibt der heilige Benedikt, dass diese Sorge der Abt zu tragen habe. Nicht nur deshalb sei es Abt Michael ein persönliches Anliegen gewesen, die Bauarbeiten schnellstmöglich abzuschließen.

Der Sanierung ging eine langjährige Planung voraus, erklärte Cellerar Christoph Gerhard. Durch die Unterstützung des Architekturbüros Kraus und dem verantwortlichen Architekten Armin Kraus sei 2017 ein neuer Ansatz gelungen. Die Bauarbeiten wären ohne die Unterstützung der Abteibetriebe, die einen großen Teil selbst ausgeführt haben, nicht so reibungslos abgelaufen.

Die Tüncher hätten nicht nur Malerarbeiten ausgeführt, sondern waren auch maßgeblich an Abbruch und Ausräumen beteiligt, so Pater Christoph weiter. Dabei habe es auch Unterstützung durch die Schreiner gegeben, die unter anderem für die Interimsstation im Ostbau Handläufe anfertigen mussten. Auch Elektro- und Metallwerkstatt sowie die Spengler der Abtei seien in die Arbeiten involviert gewesen.

Besondere Anerkennung von Pater Christoph galt aber den unmittelbar Betroffenen: den Bewohnern und Mitarbeitern der Infirmerie, die zweimal umziehen, und allen anderen, die unter dem Baulärm leiden mussten. Doch lohnenswert sei es gewesen: „Ein Fünf-Sterne-Hotel“, so bezeichnete ein Bewohner die neue Infirmerie.

Für die stationseigene Kapelle war Architekt Hagen Binder verantwortlich, der in Zusammenarbeit mit Pater Meinrad Dufner bereits sakrale Räume für die Abtei gestaltet hat. Eine Besonderheit sind die bunten Fenster, die vom hinteren Teil bis zum Altar den Lebenslauf des Menschen in Farben gestalten sollen: von blau über grün bis hin zum gelben Lichtkegel der Auferstehung.

Eine feierliche Schlüsselübergabe gab es nicht – ist doch die Station schon längt bewohnt. Stattdessen, in Zeiten des 21. Jahrhunderts, überreichte der Architekt dem Stationsleiter einen USB-Stick mit allen wichtigen Informationen und Dateien wie etwa zu den Türschildern.



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