MICHELFELD

Kraft und Scherer bleiben Kommandanten

„Alt“ und „Neu“ verbanden sich am Samstagabend bei der Jahreshauptversammlung der Michelfelder Feuerwehr und zeigten damit die Kontinuität im Löschwesen: Bei der Wiederwahl der langjährigen Kommandanten Michael Kraft und Björn Scherer präsentierten sich der neue Kreisbrandinspektor Dirk Albrecht und der neue Kreisbrandmeister Mario Manfrini.
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Die Führung der Michelfelder Wehr: Michael Kraft und Björn Scherer sind als Kommandanten der Michelfelder Feuerwehr wiedergewählt, Landrätin Tamara Bischof und der neue Kreisbrandmeister Mario Manfrini ehrten Reinhold Holler (von links) für 40 Jahre aktiven Dienst. Foto: Foto: Robert Haass

„Alt“ und „Neu“ verbanden sich am Samstagabend bei der Jahreshauptversammlung der Michelfelder Feuerwehr und zeigten damit die Kontinuität im Löschwesen: Bei der Wiederwahl der langjährigen Kommandanten Michael Kraft und Björn Scherer präsentierten sich der neue Kreisbrandinspektor Dirk Albrecht und der neue Kreisbrandmeister Mario Manfrini.

Aber es galt auch Abschied zu nehmen: Am Ende der Versammlung verabschiedete sich Friedrich Kraft altersbedingt aus der aktiven Wehr. Für seine Verdienste und die Tatsache, dass er auch als passives Mitglied weiter mitarbeiten werde, bekam er großen Beifall.

Mit insgesamt acht Einsätzen war die Wehr des Marktstefter Ortsteils im vergangenen Jahr gut gefordert. Selbst beim Seefest bleiben die Feuerwehrler nicht verschont: Ein Flächenbrand in einer ehemaligen Sandgrube wurde routiniert trotz Feierlaune gelöscht. Ein Brand auf einer Lichtung im Mainbernheimer Wald forderte die Wehr ein weiteres Mal außerhalb von bewohntem Gebiet. Hier hatte ein Segelflieger das Feuer gemeldet.

Gleich vier Mal mussten die Floriansjünger zu Verkehrsunfällen ausrücken, zwei Mal kam dabei ein Rettungshubschrauber zum Einsatz, was den Kommandanten dazu bewegte, einen speziellen Schulungsabend zum richtigen Verhalten beim Hubschraubereinsatz abzuhalten.

Insgesamt hat die Michelfelder Wehr eine Stärke von 47 Aktiven, darunter 16 Feuerwehranwärter. Negativ dabei: Von den zehn Atemschutzgeräteträgern ist nur einer einsatzfähig, dem Rest fehlt die entsprechende Untersuchung oder der Durchlauf der Übungsstrecke. Hier appellierten alle Verantwortlichen, nachzubessern. Empörung löste die Zerstörung der Bepflanzung am Feuerwehrhaus aus. Zwar könne man, so Kraft, einmal „Blödsinn“ machen, doch solle der Täter zu seiner Untat stehen und für die Behebung des Schadens aufkommen.

Sehr gut war im vergangenen Jahr das traditionelle Seefest der Michelfelder Feuerwehr verlaufen, denn im Gegensatz zu den Vorjahren hatte 2014 das Wetter gepasst. Der Erlös des Festes ist für die Feuerwehr wichtig, da die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs ansteht und die Wehr hier ihren Beitrag leisten möchte. Marktstefts Bürgermeister Thomas Reichert sagte dafür die Unterstützung der Stadt zu und möchte die Anschaffung nicht auf die lange Bank schieben.

Die Auszeichnung für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst überreichte Landrätin Tamara Bischof persönlich an Reinhold Holler.

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