ABTSWIND
Auszeichnung

Kräuter Mix für vorbildlichen Umweltschutz geehrt

Die Firma aus Abtswind erhielt das EMAS-Zertifikat für nachhaltigen Umweltschutz. Sie ist der erste mainfränkische Zulieferbetrieb mit diesem Qualitätssiegel.
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Hohe Auszeichnung: Die Abtswinder Firma Kräuter Mix erhielt am Freitag ein Zertifikat für nachhaltigen Umweltschutz (von links): Firmenchef Christoph Mix, Geschäftsführerin Silke Wurlitzer, Jens Hempe und Oliver Freitag von der IHK Würzburg-Schweinfurt. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Die Firma Kräuter Mix in Abtswind, Produktions- und Handelsunternehmen für Kräuter, Gewürze und Trockengemüse, erhielt das EMAS-Zertifikat für nachhaltigen Umweltschutz. Die Urkunde verlieh Oliver Freitag von der Industrie- und Handelskammer Würzburg-Schweinfurt am Freitag bei einer Feierstunde im Firmengebäude in Abtswind.

Kräuter Mix ist damit der erste mainfränkische Zulieferbetrieb der Lebensmittel- und Pharmaindustrie, der dieses Qualitätssiegel erreicht. „Es gibt nicht viele Unternehmen, die sich da ran wagen“, sagte Freitag und belegte es an Zahlen. In ganz Bayern gibt es insgesamt 262 Unternehmen, in Mainfranken 15, die das Zertifikat besitzen. Im Landkreis Kitzingen hat es bislang nur die Firma GOK in Marktbreit.

Landrätin Tamara Bischof drückte ihre Hochachtung aus. „Ich gratuliere, dass sie diese Anstrengung auf sich genommen haben. Sie sind ein Aushängeschild, Umwelt geht uns alle an“, würdigte sie die Firma, die ein wichtiger Arbeitgeber in der Region ist. Landtagsabgeordneter Otto Hünnerkopf dankte Kräuter Mix, „dass sie diesen Weg gegangen sind. Sie sind eine Firma, die sich unwahrscheinlich entwickelt hat.“ Abtswinds Bürgermeister Jürgen Schulz zeigte sich stolz, so einen Betrieb in seinem Ort zu haben. „Wir leben voneinander.“

Die von der Europäischen Union entwickelte Zertifizierung ist das weltweit anspruchsvollste System für nachhaltiges Umweltmanagement, wie Dr. Stefan Müssig vom Würzburger Büro Umwelt- und Qualitätsmanagement sagte. Das Familienunternehmen, das Christoph Mix in der dritten Generation führt, sparte etwa im Jahr 2013 durch die Umstellung auf erneuerbaren Strom 1,7 Millionen Kilogramm Kohlendioxid ein. Auf ein Drittel pro Tonne Produktionsmenge sank der Ausstoß von Kohlendioxid im Vergleich zum Jahr zuvor.

Bei der Feierstunde erläuterte Geschäftsführerin Silke Wurlitzer den Antrieb des Unternehmens, sich für das Zertifikat zu bewerben. Zum einen spiele Umweltschutz für den mittelständischen Betrieb mit rund 300 Mitarbeitern von jeher eine große Rolle. Mix sei auf dem Markt für nachwachsende Rohstoffe aktiv und deswegen abhängig von einer intakten Umwelt. Man wolle sich damit von der Konkurrenz unterscheiden, aber auch Kosten sparen, etwa für Energie. Durch die soziale Komponente und die Umweltziele wolle sich das Unternehmen, so Wurlitzer, auch für die Zukunft aufstellen. Rund 200 000 Euro wurde alles in allem investiert.

Jens Hempe, der im Betrieb an der Spitze des dazu gegründeten Projektteams stand, führte aus, wie das Ganze angepackt wurde. Die Mitarbeiter durchleuchteten die Standorte in Abtswind und Wiesentheid, stellten den aktuellen Zustand dar und lieferten Vorschläge, wo Verbesserungen möglich wären. Vieles, was sich daraus ergab, wurde umgesetzt. Als Berater für Umwelt und Energie begleitete Stefan Müssig das Ganze seit 2013. Die Leitlinien für das Zertifikat fasste er mit „glaubwürdig, nachhaltig und umweltgerecht wirtschaften, dazu verantwortungsbewusst und innovativ sein“, zusammen.

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