OBEREISENHEIM

Kostproben der Tafeltrauben beim Hofweinfest

Die neue Ernte seiner Tafeltrauben bot beim Hofweinfest Hausherr Gerd Krämer mit Ann-Kathrin Krämer seinen Gästen an. Diese Kostprobe ließen sich auch die beiden Symbolfiguren, Weinprinzessin Christina Drescher und der Teufel Heribert Prust, nicht entgehen.
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Neue Ernte: Teufel Heribert Prust (von links) stößt mit Gästen aus dem Steigerwald, Weinprinzessin Christina Drescher, Ann-Kathrin Krämer und Gerd Krämer auf die neuen Tafeltrauben an. Foto: Foto: Rainer Weis

Die neue Ernte seiner Tafeltrauben bot beim Hofweinfest Hausherr Gerd Krämer mit Ann-Kathrin Krämer seinen Gästen an. Diese Kostprobe ließen sich auch die beiden Symbolfiguren, Weinprinzessin Christina Drescher und der Teufel Heribert Prust, nicht entgehen.

Mit dem Anbau der Tafeltrauben hat sich Winzer Gerd Krämer ein weiteres Standbein geschaffen. Zu den Tafeltrauben gehören: die oval goldgelbe „Palatina“, eine leicht süße, fruchtige mit einer leichten Muskatnote; die runde und gelbgrüne „Birstaler“ mit einer frühen Reifezeit mit feiner Muskatnote; die große und bronzefarbene „Fanny“ mit einer Reifezeit von Mitte September bis Anfang Oktober; und die blaue „Muscat Bleu“, eine Traube, deren Erntezeit normalerweise von Ende August bis Ende September geht. Die Traube ist mittellang und hat einen würzigen Muskatgeschmack.

Überhaupt war das Hofweinfest dem Genuss gewidmet. Vor der Kulisse des Weinhofes, dem ehemaligen Julius-Echter-Zehnthof aus dem Jahr 1585, konnten die Gäste aus einer Vielfalt an Weinen und Speisen wählen. Musik gab's auch: Es spielte die 24-köpfige Trachtenkapelle Waigolshausen unter Leitung von Herbert Mauser auf.

Geschichte des Hauses

Zudem gab es eine Kellerführung. Dabei erzählten Margitta Dorsch-Sebold und Nicole Dietrich die Geschichte des Julius-Echter Zehnthofs, die mit dem Bau des Hauses unter der Regentschaft des Fürstbischofs seinen Anfang nahm und bis zur Säkularisation 1803 anhielt. 1814 wurde der Zehnthof bayerisch. Später ging das Anwesen durch mehrere Besitzer. Ab 1879 bis 1969 nutzte die Gemeinde das Gelände als Schulhaus. Danach erwarb die Gebietswinzergenossenschaft Franken (GWF) das Gelände und baute 1973 eine moderne Annahmestelle mit Anhänger-Kippanlage, eine elektrische Muldenwaage, eine Traubenpresse und einen Hefedrehfilter aus.

2008 wurde der GWF-Standort Obereisenheim aufgelöst. Danach stand das Anwesen zwei Jahre leer, bis es 2010 der Winzer Gerd Krämer kaufte und seinen Betrieb von der Türkenstraße hierher verlegte, wobei er die Einrichtungen im Keller mit seinen Edelstahltanks in den Betriebsablauf integrierte.

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