KITZINGEN

Konzept für Einzelhandel abgelehnt

Offensichtlich ist der anfängliche Jubel über das neue Einzelhandelskonzept einer gewissen Ernüchterung gewichen: Die Vorlage, die ein Maßnahmen-Paket zur Stärkung der Innenstadt und ihres Handels vorschlägt, fiel am vergangenen Donnerstag im Finanzausschuss überraschend durch – mit fünf gegen sieben Stimmen. Die zweite Chance hat das Papier im Stadtrat, der am 21. Juni tagt.
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Große Kreisstadt Kitzingen
Große Kreisstadt Kitzingen Foto: Regina Krömer

Offensichtlich ist der anfängliche Jubel über das neue Einzelhandelskonzept einer gewissen Ernüchterung gewichen: Die Vorlage, die ein Maßnahmen-Paket zur Stärkung der Innenstadt und ihres Handels vorschlägt, fiel am vergangenen Donnerstag im Finanzausschuss überraschend durch – mit fünf gegen sieben Stimmen. Die zweite Chance hat das Papier im Stadtrat, der am 21. Juni tagt.

Die Vorlage, die bei ihrer Vorstellung vor Einzelhändlern noch auf Beifall stieß, spaltet den Stadtrat und manche Fraktion. Weil wenig Neues in der Analyse und den Handlungsempfehlungen steckt, habe sich in der CSU „keine große Begeisterung“ breit gemacht, sagte Fraktionschef Andreas Moser. Der signalisierte zwar die Zustimmung, allerdings mit „Nebenbedingungen“. So sollen die hohen Mietpreise in Kitzingen ebenso thematisiert werden wie Planungen für das Bürgerbräu-Areal.

„Eher kritisch“ sah Wolfgang Popp (KIK) die Vorlage. Deren Inhalte würden vermutlich – wie schon bei früheren Konzepten – spätestens in dem Moment über Bord geworfen, wenn ein Investor andere Vorstellungen habe. Ähnlich ablehnend äußerte sich Franz Böhm (Pro-KT). Bisherige Vorlagen mit Sortimentsbeschränkungen hätten sich nicht durchgesetzt. Zudem dürfe das Einzelhandelskonzept kein „Evangelium“ sein: „Mit Verboten kommen wir nicht weiter.“

Als Instrument zur Belebung der Innenstadt sah Ödp-Frau Andrea Schmidt die Vorlage. Deren Eckpunkte könnten Investoren die nötige Planungssicherheit geben. Als kontraproduktiv bezeichnete es Freie-Wähler-Fraktionsvorsitzende Jutta Wallrapp, wenn die Staatsregierung es kleineren Gemeinden erlaube, größere Märkte mit bis zu 1200 Quadratmetern anzusiedeln. Dies erschwere es Mittelzentren wie Kitzingen, den Einzelhandel zu stärken.

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