Wiesentheid

Konzentrationsfläche für Gewächshäuser: Gemeinde prüft Einwände

Die Frist zur Stellungnahme gegen die Änderung des Flächennutzungsplans in Wiesentheid ist vorbei. Vier Einwände gingen bei der Gemeinde ein – darunter ein schwerwiegender.
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Am Montag, 9. September, ist die Frist verstrichen, innerhalb derer die sogenannten Träger öffentlicher Belange und Privatpersonen Stellung nehmen konnten zu der vom Wiesentheider Gemeinderat im Juni beschlossenen sechsten Änderung des Flächennutzungsplans . Einer der 21 Änderungspunkte betrifft die Aufnahme der Konzentrationsfläche "Kulturgewächshäuser" im Nordwesten von Wiesentheid in den Plan.

Vier Stellungnahmen gegen diese Ausweisung der Konzentrationsfläche sind beim Bauamt der Marktgemeinde eingegangen, die die Gemeinde und das Architekturbüro jetzt prüfen und abwägen wird, berichtet Bürgermeister Werner Knaier auf Nachfrage dieser Redaktion. Die übrigen 41 Träger öffentlicher Belange hätten keine Bedenken gegen die Konzentrationsfläche auf gut 43 Hektar im Umfeld der Gärtnerei Lang, an der Straße Richtung Feuerbach, vorgebracht.

Grundbesitzer hat sich schriftlich gemeldet

Gegen das vom Gemeinderat mit 9:5 Stimmen beschlossene Vorhaben haben sich der regionale Planungsverband und der Bund Naturschutz, die beide die Fläche als zu groß betrachten, sowie zwei Privatpersonen schriftlich zu Wort gemeldet, heißt es aus dem Rathaus. Schwer ins Gewicht fallen dürfte bei der Entscheidung, ob das Landratsamt in Kitzingen die Konzentrationsfläche, genehmigt oder ablehnt ein Einwand, der am Montag, am letzten Tag der Frist, bei der Gemeinde per Post eingegangen ist: Es ist der Einwand des Grundbesitzers, dem ein sehr großer Teil des Grund und Bodens gehört, welcher die geplante Konzentrationsfläche ausmacht. Prinzipiell darf das Landratsamt laut der Gemeinde den Plan nur dann ablehnen, wenn es formelle Fehler erkennt oder Rechtsvorschriften verletzt wurden. Für beides habe die Kreisbehörde keine Anzeichen vorgebracht.

Der Gemeinderat wird sich laut Bürgermeister Knaier voraussichtlich am 10. Oktober mit den Ergebnissen und Auswirkungen der Anhörung der Träger öffentlicher Belange beschäftigen.

Bürgerblock fordert Aufgabe der Konzentrationsfläche

Der Bürgerblock hat laut einer Pressemitteilung bereits für die Gemeinderatssitzung an diesem Donnerstag, 12. September, einen Antrag eingebracht, die Konzentrationsfläche aus dem Flächennutzungsplan wieder rauszunehmen. Für eine solche Fläche bestehe keine Notwendigkeit mehr, nachdem ein niederländisches Unternehmen seinen Bauantrag für eine Salatzuchtanlage östlich der B 286 bei Wiesentheid Ende August zurückgezogen hat . Sollte die Gemeinde nun eine Konzentrationsfläche für Gewächshäuser einrichten, wäre diese laut der Pressemitteilung von Michael Rückel (Bürgerblock) und Frank Hufnagel (Grüne) die einzige speziell für Gartenbau ausgewiesene Fläche in ganz Deutschland. Eine solche Fläche zu schaffen, ergebe nur Sinn, wenn ein solcher Betrieb vor Ort tatsächlich gewünscht wird.

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