Landkreis Kitzingen

Kommunalwahl 2020: Das sind die Bürgermeisterkandidaten im Landkreis Kitzingen

Das wird spannend: Rund 50 Bürgermeisterkandidaten bewerben sich bisher um die 31 Chefsessel im Landkreis. Dazu kommen zwei Landratskandidaten. Wir stellen alle vor.
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Am 15. März 2020 finden Kommunalwahlen statt. Die Redaktion stellt in einer Serie alle Landrats-, Oberbürgermeister- und Bürgermeisterkandidaten im Landkreis Kitzingen vor. Foto: Sebastian Gollnow (Archiv)
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Die Kommunalwahlen am 15. März 2020 sind noch knapp vier Monate entfernt. Und doch haben sich bereits rund 50 Kandidaten gemeldet, die Oberbürgermeister oder Bürgermeister in einer der 31 Kommunen im Landkreis Kitzingen werden wollen. Dazu kommen zwei Aspiranten auf den Chefsessel im Landratsamt. In einer Serie stellt die Redaktion alle diese Kandidaten bis zur Wahl vor. 

Die Ausgangslage: Mittlerweile haben fast alle Amtsinhaber erklärt, ob sie sich noch einmal der Wahl stellen oder nicht. 17 wollen gerne über den 1. Mai 2020 hinaus weitermachen. 13 hängen die Amtskette an den Nagel. Nur der Mainstockheimer Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs hat sich noch nicht öffentlich erklärt; er wartet noch auf einen Gesundheitscheck, bevor er sich entscheidet.

Sommerach hat noch keinen Bürgermeisterkandidaten

Doch auch wenn die willigen Bürgermeister mit einem Amtsbonus ins Rennen gehen; vielerorts gibt es Konkurrenz. Die Spitzenreiter bei den Bewerberzahlen sind Kitzingen und Volkach: In der Großen Kreisstadt und in der Hauptstadt der Mainschleife treten jeweils fünf Kandidaten gegeneinander an. In Biebelried, Dettelbach, Marktbreit und dem Vernehmen nach in Segnitz sind es immerhin noch jeweils drei, unter denen die Bürger wählen dürfen. 

Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar.

In anderen Kommunen ist es schon viel, wenn sich zwei Kandidaten stellen. 18 Gemeinden haben bis heute nur einen Aspiranten aufzubieten. Dort findet zwar eine Wahl, aber keine Auswahl statt. Und in Sommerach gibt es offiziell bis heute überhaupt keinen Kandidaten. Noch aber können es sich mögliche Anwärter überlegen: Bis 23. Januar 2020 läuft die Anmeldefrist.

Beim Landratsposten haben die Bürger zwar zwei Alternativen, aber der Kampf von Timo Markert (CSU) aus Repperndorf gegen Amtsinhaberin Tamara Bischof (Freie Wähler) aus Dettelbach gleicht bei den Startbedingungen doch arg dem Kampf David gegen Goliath. 

Apropos Kreistag: Erstmals in der Geschichte des Landkreises kandidiert die AfD mit einer Liste für das höchste kommunalpolitische Gremium der Region. Nach den Erfolgen auf Bundes- und Landesebene ist das der nächste Stimmungstest im Landkreis.

Jede dritte Wahlliste ist parteiungebunden

Doch was wären die Kandidaten für die Spitzenfunktionen ohne ihre Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte? Die Demokratie lebt von den Gremien, in denen engagiert diskutiert, um die beste Lösung gerungen und schließlich mehrheitlich entschieden wird. Zwar stehen die Listenkandidaten für die Kommunalparlamente im Schatten der Bürgermeister- und Landratskandidaten, aber ihre Aufgabe ist nicht weniger wichtig.

Viele politische Gruppierungen sind daher schon seit Monaten auf der Suche nach geeigneten Bewerbern und versuchen, sie für ihre Liste zu begeistern. Dabei spielt eine Parteibindung – anders als früher – immer weniger eine Rolle. Was zählt, ist die Person. Inzwischen gibt es in jeder dritten Kommune Wahllisten, die nicht parteigebunden sind.

Listen werden weiblicher und jünger

Und wie sieht es mit dem Proporz von jung und alt, Mann und Frau aus? Auch hier lässt sich ein Trend erkennen: Zumindest bei der Listenaufstellung achten nun mehr Gruppierungen darauf, dass Frauen nicht nur auf vorderen Rängen zu finden sind, sondern insgesamt einen erheblichen Teil der Plätze für sich beanspruchen. Wo vorhanden, findet sich auch die jüngere Generation durchaus wieder. 

Tatsächlich hätten es einige Gremien verdient, jünger und weiblicher zu werden. Kommunalpolitik ist vielerorts immer noch überwiegend in der Hand von Männern im gesetzten Alter. Zurzeit sind nur fünf der Rathauschefs weiblich. Immerhin führt eine Frau das Landratsamt. Unter allen Bürgermeisterkandidaten gibt es bislang 13 Frauen, also etwa ein Viertel. 

Immerhin versuchen die politischen Gruppierungen alles, den Wählern eine breite Auswahl zu bieten. Es liegt also am Wähler, ob er dieses Angebot nutzt und seine Volksvertretung repräsentativ aufstellt.

Alle Bürgermeisterkandidaten wird die Redaktion in den nächsten Wochen in ausführlichen Porträts vorstellen. Alle Berichte zur Wahl aus dem Landkreis Kitzingen und aus Mainfranken finden Sie jederzeit im Internet unter www.mainpost.de/kommunalwahlen

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