Mainstockheim

Kommunale Hochzeit mit Fähren-Walzer

Das war schon ein besonderer Moment auf einem besonderen Fleck zu einem besonderen Anlass: Am Mittwoch unterzeichneten die Bürgermeister Christine Konrad (Dettelbach), Karl-Dieter Fuchs (Mainstockheim), Horst Reuther (Albertshofen), Hermann Queck (Buchbrunn) und Roland Hoh (Biebelried) auf der Mainfähre Chris-Tina sitzend die Gründungsurkunde der interkommunalen Allianz MainLand.
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Sie besiegelten mit ihren Unterschriften die Zusammenarbeit der fünf Gemeinden in der interkommunalen Allianz MainLand (sitzend von links): Die Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs, Roland Hoh, Christine Konrad und Horst Reuther, Landrätin Tamara Bischof, Bürgermeister Hermann Queck und der Leiter des Amtes für ländliche Entwicklung, Ottmar Porzelt. Foto: Hartmut Hess
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Das war schon ein besonderer Moment auf einem besonderen Fleck zu einem besonderen Anlass: Am Mittwoch unterzeichneten die Bürgermeister Christine Konrad (Dettelbach), Karl-Dieter Fuchs (Mainstockheim), Horst Reuther (Albertshofen), Hermann Queck (Buchbrunn) und Roland Hoh (Biebelried) auf der Mainfähre Chris-Tina sitzend die Gründungsurkunde der interkommunalen Allianz MainLand. Passend zu dieser kommunalen Hochzeit drehte Fährmann Wolfgang Riedel einen Fähren-Walzer auf dem Main.

"Wir schließen uns zusammen unter dem Motto: Gemeinsam sind wir stärker", sagte Christine Konrad, die als Sprecherin der Allianz fungiert. Sie sah darin den Sinn, sich gegenseitig zu ergänzen und eine attraktive Region zu gestalten – ohne die eigene Identität aufzugeben. Die Allianz-Beteiligten würden gemeinsam Lösungen zu ökonomischen, ökologischen und sozialen Herausforderungen erarbeiten. Es gelte Synergieeffekte zu nutzen und Konzepte wirtschaftlich und nachhaltig zu planen und umzusetzen.

Die Bürger sind gefragt

"Nur Bürger, die bei der Gestaltung ihres Lebensraums mitwirken zu können, identifizieren sich mit dem Ergebnis", erklärte Christine Konrad. Deshalb würden die beteiligten Kommunalpolitiker die Bürger ab dem Spätsommer aufrufen, mitzudenken, mitzuplanen und mitzugestalten und Ideen einzubringen. Die Mitwirkung der Bürger sei selbstverständlich und die Grundlage für ein erfolgreiches Handeln und nachhaltige Akzeptanz. "Peter Doneis vom Amt für ländliche Entwicklung hat uns bis heute treu sorgend begleitet", meinte Konrad, aus deren Haus im Januar 2018 der erste Anstoß zu der interkommunalen Allianz gekommen war.

"Wir unterstützen solche Allianzen, von denen es jetzt 31 in Unterfranken gibt, damit die Menschen hier gerne leben und arbeiten", wandte sich Ottmar Porzelt, Leiter des Würzburger Amtes für ländliche Entwicklung (ALE) an die Festgäste. "Es geht immer um den ländlichen Raum", betonte Porzelt. Er legte den Beteiligten ans Herz, den Bürger den Sinn und den Nutzen zu erklären, um mögliche Kritik gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Eigenes Planungsbüro

Die Allianz MainLand umfasst in den fünf Kommunen über 13 600 Bürger. Als nächste Schritte stehen die Auswahl eines geeigneten Planungsbüros zur Erstellung des Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) und das Stellen des Förderantrags beim ALE an. Danach geht es in die praktische Arbeit mit Bürgerbeteiligungen und Workshops, um gemeinsame Ziele und Projekte zu formulieren. "Ich kenne ja das Verhältnis der Albertshöfer zu Mainstockheimern, dass ich diese Zusammenführung jetzt noch erleben darf", scherzte Landrätin Tamara Bischof. Sie riss viele Dinge an, die die Kommunen zusammen oder auch mit dem Landkreis angehen könnten.

Ihre Aufwartung zu dem historischen Ereignis machten die Weinprinzessin Sina Markert (Mainstockheim), Franziska Krißmer (Dettelbach) und Emmi Wendemuth sowie die Deutsche Zuckerrübenkönigin, die aus Biebelried stammende Alica Summ. Auf beiden Seiten des Mains gaben die Stadtkapelle Dettelbach und der Albertshöfer Feuerwehr-Spielmannszug der Feierstunde einen musikalischen Rahmen und die Bürgermeister und Ratsmitglieder aus den fünf Kommunen sowie Bürger und Ehrengäste stießen mit einem Schoppen oder Mainstockheimer Bier auf den besonderen Anlass an.

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