OBERNBREIT

Kommt der „Pröschelswiesenschoppen“?

Sie gelten ein wenig als die Rebellen der ILEK Südliches Maindreieck, haben schon mit dem Gedanken gespielt, dort auszutreten und haben nun neue Inspiration erfahren.
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Sie gelten ein wenig als die Rebellen der ILEK Südliches Maindreieck, haben auch schon mit dem Gedanken gespielt, dort auszutreten und haben nun eine neue Inspiration erfahren: Bürgermeister und Gemeinderäte von Obernbreit. In der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend zogen sie ein Resümee der interkommunalen Ratssitzung der ILEK-Gemeinden in Marktbreit vor zwei Wochen – und das fiel recht positiv aus.

„Das war eine sehr interessante Sitzung“, sagte Bürgermeister Bernhard Brückner und meinte damit vor allem die Tourismus Kooperations-Ideen von Marco Maiberger (wir berichteten). Denn in Sachen Tourismus sahen sich die Obernbreiter bislang ein wenig als Außenseiter, liegt die Gemeinde doch nicht am Main und ist hier das touristische Angebote alles andere als ausgeprägt.

Alleine die Tatsache, dass die Obernbreiter Räte mit zehn Mann in Marktbreit angerückt waren und damit im Verhältnis das größte Kontingent stellten, zeige: „Obernbreit hat ein starkes Interesse an der ILEK“, so Brückner.

Aber: „Wir wissen auch von den Defiziten in unserer Kommune bezüglich des Tourismus, werden uns aber bemühen“, sagte Brückner weiter. Und dabei sei wichtig: „Wir wollen, dass sich unsere Bürger bei uns wohl fühlen.“ Was sich, so Maiberger, nicht mit gelungenem Tourismuskonzept widerspricht, denn von guten Angeboten profitierten alle: Gäste und Einheimische. „Wir sind bereit, etwas zu tun und lassen es auf uns zukommen“, sagte Brückner.

Schön wäre für den Bürgermeister ein Campingplatz in Obernbreit, alleine - es fehlt noch an allem, sowohl am Gelände, als auch am Betreiber. Dabei erfahre er immer wieder positive Rückmeldungen von den Wohnmobilisten, die die wenigen Stellplätze auf der Pröschelswiese nutzten. Sehr gut angenommen werde auch die gerade eröffnete Traumrunde Marktbreit - Obernbreit. Allerdings sei das gastronomische Angebot im Ort nicht durchgehend gewährleistet, so dass Wanderer oft ohne Pause weiterzögen.

Wenn andere einen Brückenschoppen böten, warum nicht in Obernbreit einen Pröschelswiesenschoppen im Sommer, Weinbaubetriebe gebe es hier ja, so ein Vorschlag aus der Ratsrunde, die sich zudem teilweise überrascht zeigte, dass es auch Übernachtungsangebote im Ort gibt. Einer weiteren Idee nach sollte eine Zusammenarbeit mit der Nachbar-ILEK Iphofen gesucht werden. „Das sind die kleinen Scherf-lein, die wir beitragen können, sagte Brückner zum Abschluss und mit neuem Optimismus.

In der Sitzung wurde zudem bekannt, dass das Jugendhaus seit Monatsbeginn wegen Lärmbeschwerden geschlossen ist.

Da beim Pflastertausch im Gehweg in der Marktbreiter Straße der Unterbau erhalten werden konnte, kostet die Baumaßnahme weniger als kalkuliert: Anstelle von etwas über 25 000 Euro lag die Rechnung nun bei 18 700 Euro.

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