Albertshofen

Kommentar zur Straßenbeleuchtung: Sicherheit vor Geldsparen

Aus den Reihen des Albertshöfer Gemeinderats war die Anregung gekommen, nachts die Straßenbeleuchtung abzuschalten. Dadurch würden Energie und Kosten gespart sowie die Lichtverschmutzung reduziert – diese Gründe sprächen tatsächlich für Abschaltung nach Mitternacht. Doch ist dieses Thema höchst sensibel und trifft die Bürger in ihrem Sicherheitsempfinden. In der Bürgerversammlung meldeten einige Bürger Bedenken an, die dem Gemeinderat zu Denken geben sollten.
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Aus den Reihen des Albertshöfer Gemeinderats war die Anregung gekommen, nachts die Straßenbeleuchtung abzuschalten . Dadurch würden Energie und Kosten gespart sowie die Lichtverschmutzung reduziert – diese Gründe sprächen tatsächlich für Abschaltung nach Mitternacht. Doch ist dieses Thema höchst sensibel und trifft die Bürger in ihrem Sicherheitsempfinden. In der Bürgerversammlung meldeten einige Bürger Bedenken an, die dem Gemeinderat zu denken geben sollten.

Darüber hinaus ist es bislang nicht bezifferbar, wie viel oder wenig Geld die Gemeinde damit pro Jahr sparen könnte. In diesem Kontext gesehen, ist die sich ablehnende Bürgermeinung, die sich bislang abzeichnet, nachzuvollziehen. Denn es müsste schon ein hoher Betrag sein, um es zu rechtfertigen, dass junge Frauen sich in dunklen Straßen unwohl fühlen oder sich nicht mehr alleine auf die Straßen trauen. Womöglich würden Rettungsdienste in der Dunkelheit in ihrer Arbeit behindert oder stolpernde Bürger erleiden Unfälle. Das sind Szenarien, auf die gerne verzichtet werden kann.

Freilich hat der Bürgermeister Recht, wenn er sagt, Demokratie bedeutet, dass die gewählten Gemeinderatsmitglieder nach bestem Wissen und Gewissen und ihre Beschlüsse mitzutragen sind. Doch sollten das Wohl und das Votum die Entscheidungsgrundlagen für einen Ratsbeschluss sein und Für und Wider sorgfältig gegeneinander abgewägt werden. Ansonsten könnten sich manche einen Denkzettel einhandeln, stehen doch kommenden März die nächsten Kommunalwahlen ins Haus.   

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