Kitzingen

Kommentar: Stadt muss sich dringend bewegen

Ungewöhnliche Umstände wollen es, dass ein Kitzinger kein Elektro-Auto kaufen kann. Die Stadt könnte was dagegen tun – meint Redakteur Frank Weichhan in seinem Kommentar.
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Der Lade-Anschluss eines Elektrofahrzeugs. (Symbolbild) Foto: Fabian Gebert

Alle reden vom Umwelt- und Klimaschutz – doch was passiert? Herzlich wenig. Viel Theorie, große Ankündigungen. In der Praxis geht es ermüdend langsam voran, oft scheitert die Umsetzung an der ersten kleine Hürde. Oder an beachtlicher Dickköpfigkeit. Es hakt und hängt an allen Umwelt-Ecken und Klimaschutz-Enden.

Was dem Kitzinger Günter Zankl widerfährt, kann eigentlich nicht sein: Der Mann würde gerne einen 156-PS-Benziner gegen ein Elektro-Auto tauschen – allein, die Frage des Stromtankens lässt das nicht zu. Die Stadt Kitzingen hat an dieser Stelle keinen Fehler gemacht, sie beruft sich auf Vorschriften. Oder besser: sie versteckt sich dahinter. Das ging früher gut, passt aber längst nicht mehr in die Zeit. Abblocken war gestern. Lösungssuche ist angesagt.

Wenn das schon auf der kleinsten Ebene nicht hinhaut, sieht es beim Großen und Ganzen erst recht schlecht aus. Also, liebe Stadtverwaltung: Paragrafen zur Seite schieben, sich bewegen, Problem lösen, helfen. Das Beispiel Günter Zankl zeigt, dass Kitzingen die Zeichen der Zeit bisher noch nicht verstanden hat.

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