Kitzingen

Kommentar: Eine neue Chance fürs Kitzinger Bauamt

Lange bot die Überlastung der Mitarbeiter im Bauamt Anlass für Kritik. Nun geht die Stadt nach und nach diese Baustelle an. Das verdient eine Chance, findet unser Autor.
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Baukräne über der Stadt Kitzingen. In der Großen Kreisstadt wird viel gebaut. Foto: Siegfried Sebelka (Archiv)

Oberbürgermeister Siegfried Müller redet nicht drum herum: Die Situation im Bauamt der Kitzinger Stadtverwaltung ist "unbefriedigend", gibt er zu – für die Bürger, für die Verwaltung, für die Stadtpolitiker. Allein das tut schon gut: das Eingeständnis, dass es hakt und knirscht. Damit signalisiert der OB, dass er die Kritik von innen und von außen ernst nimmt.

Die Probleme sind vielschichtig, haben mit dem komplexen Aufgabenfeld zu tun, aber im Kern mit einer Flut von Bauanträgen, die von einer zu geringen Zahl an Mitarbeitern bewältigt werden muss. Dabei betont der OB ausdrücklich, dass die Mitarbeiter im Bauamt alles Menschenmögliche tun, um die Antragsteller nicht über die Maßen hinhalten zu müssen. 

Es gibt nicht nur eine einzige Lösung für das Problem

Problem erkannt – Gefahr gebannt? Nicht ganz. Es gibt nicht die eine große Stellschraube, die mit einem Dreh alle Schwierigkeiten verschwinden lässt. Es ist ein Mix von Lösungsansätzen, der zum Ziel führen könnte. Die Nachbesetzung offener Stellen gehört ebenso dazu wie eine Strukturveränderung in der Verwaltung, die Amtshilfe durch andere Mitarbeiter und eine Priorisierung der Aufgaben.

Das soll auch Otto Normalbürger spüren, wenn er seinen Bauantrag einreicht. Die Stadt verspricht, für ihn aufs Tempo zu drücken. Übrigens: An dieser Stelle kann jeder Bauwerber helfen, indem er seine Unterlagen möglichst vollständig einreicht. Das hilft beim Abarbeiten des Aktenbergs. 

Unterm Strich müssen sich aber alle Bauwilligen in Geduld üben. Über Nacht wird es keine Lösung geben. 

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