Wiesentheid

Kommentar: Die Gräben im Wiesentheider Gemeinderat sind tief

Was steckt hinter der emotionalen Reaktion von fünf Räten bei der Sitzung des Wiesentheider Gemeinderates? Unser Reporter fordert eine vernünftige Diskussion.
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Impressionen von der Protestbewegung "Stoppt die Salatfabrik". Im Juni gab es eine Demonstration durch Wiesentheid mit anschließender Kundgebung. Foto: Dominik Berthel

Wer dachte, dass im Wiesentheider Gemeinderat Ruhe eingekehrt ist, der wurde in der Ratssitzung am Donnerstagabend eines Besseren belehrt. Dort prallten zum Thema Salatzucht die unterschiedlichen Ansichten der beiden Fraktionen heftig aufeinander. Es ging darum, wie das Ganze am besten zu verhindern sei. Einig ist man sich im Rat, dass man den Salat nicht in Wiesentheid will. Nur wie man ihn am besten los wird, da scheiden sich die Geister, auch wegen unterschiedlicher Berater bei CSU und Bürgerblock.

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Ob es zu der aktuellen Sitzung neue Erkenntnisse in der komplexen Angelegenheit gegeben hat, oder nicht, lassen wir außen vor. Das, was sich im Saal abspielte, warf wieder einmal kein gutes Bild auf das Gremium um Bürgermeister Werner Knaier. Heftig diskutiert wurde in den letzten Jahren öfter im Rat. Aber eine derart emotionale Reaktion zu zeigen, einfach aufzustehen und zu gehen – das ist heftig. Es zeigt, dass die Gräben im Rat nach wie vor vorhanden sind. Was steckt dahinter? Spielt das Thema Wahlkampf eine Rolle, da ja im März Kommunalwahlen anstehen? Ist es Profilierung?

Es muss doch möglich sein, weiterhin zu jedem Thema vernünftig miteinander zu diskutieren. Die Gemeindevertreter sollten sich daran erinnern, dass es um die Sache geht, um Wiesentheid und um die Bürger.

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