Volkach
Ehrung

Koch Rudolf sorgt fürs Wohl der Schützen

Rudolf Wagenhäuser schießt nicht nur, er schwingt auch gerne den Kochlöffel. Seine beiden Hobbys vereint er bei den Volkacher Schützen.
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Das leibliche Wohl seiner Schützenbrüder und -schwestern liegt Rudolf Wagenhäuser seit 16 Jahren sehr am Herzen. Foto: Pfannes
Das leibliche Wohl seiner Schützenbrüder und -schwestern liegt Rudolf Wagenhäuser seit 16 Jahren sehr am Herzen. Foto: Pfannes
Deftige Gulaschsuppe, knusprige Hähnchen, leckeres Pilzgemüse. Der monatliche Speiseplan von Rudolf Wagenhäuser liest sich wie ein abwechslungsreiches Kochbuch. Der 64-jährige Volkacher ist der gute Geist im örtlichen Schützenhaus und besonders in dessen Küche.

Jedes Mal, wenn sich seine Schützenkollegen zu Versammlungen, Gesellschaftsabenden oder Feiern treffen, steht Wagenhäuser am Kochtopf mit dem Ziel, seine Schützenkameraden kulinarisch zu verwöhnen. Am Donnerstag war es wieder einmal so weit. Während in der Jahreshauptversammlung der Königlich privilegierten Schützengesellschaft die Schützen die Verantwortlichen neu wählten, ließ der Hobbykoch in der Küche nichts anbrennen.

Seit 16 Jahren am Schützenherd

16 Jahre verwöhnt er nun schon die Gaumen der Schützen, die ihm dies mit einer Ehrung dankten. 1.
Schützenmeister Uwe Gimperlein zeichnete ihn mit der Vereinsspange in Silber aus. Diese Auszeichnung erhielten auch Heinz Götz und Erich Gürsching für ihr Engagement rund um das Schützenwesen.

Schützenmeister Gimperlein dankte in seinem Jahresbericht allen Helfern und Gönnern. Ohne die ehrenamtlichen Mitstreiter und ohne die finanzielle Unterstützung sei "ein solch großer Verein nicht lebensfähig", betonte der Schützenchef. Er zog ein positives Resümee der Vereinsarbeit. Besonders stolz ist Gimperlein auf den Nachwuchs, der regelmäßig trainiert und bei Wettkämpfen den einen oder anderen Erfolg erringen konnte.

Nachwuchs zeigt Interesse

Die Zahl der Mitglieder lag im vergangenen Jahr bei 175 Personen. Das Vorstandsgremium traf sich zu sechs Ausschusssitzungen. Einige notwendige Renovierungsarbeiten und Wartungsdienste wurden erledigt. Der Schützenmeister erinnerte an das erfolgreiche Königsschießen im Mai, aus dem der neue Schützenkönig Thomas Pfau und seine beiden Ritter Robert Baudisch und Heiko Bäuerlein hervorgingen. Gimperlein freute sich über die gute Resonanz beim Bürgerschießen: "Die Beteiligung war nicht schlecht."

Besonders erfreute Gimperlein das Interesse des Nachwuchses am Schützenverein im Rahmen der Ferienpassaktion. 15 Kinder nahmen daran teil und hatten ihren Spaß. In sportlicher Hinsicht stellen die königlich Privilegierten zwei Pistolenmannschaften, ein Luftgewehrteam, eine Luftpistolenmannschaft und mehrere Bogenschützenmannschaften. Gimperlein hofft darauf, dass die Mitglieder auch in diesem Jahr wieder zahlreich an den Gesellschaftsabenden teilnehmen. Diese Treffen im Schützenhaus seien eine wichtige finanzielle Stütze des Vereins.

Die beiden Komponenten "aktives Schießen" und "Geselligkeit" sind für Rudolf Wagenhäuser der Hauptgrund, warum er sich vor 20 Jahren der Schützengesellschaft anschloss. "Ich konnte damals aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Handball spielen und suchte eine neue Herausforderung", erzählt er. Zurzeit schießt er aktiv mit der Sportpistole in der Altersklasse Ü45.

Ausgleich zum Beruf

Der gelernte Bankkaufmann kocht zuhause und im Schützenhaus "aus Spaß an der Freude". Kochen war für ihn immer der ideale Ausgleich zum Beruf und Entspannung pur. Seine Rezepte hat er nicht aus Kochbüchern oder Fernsehsendungen. "Die Zubereitung und das Würzen habe ich immer selbst ausprobiert", sagt er. Über seine Küchenaktivitäten kann sich seine ganze Familie freuen. Bei den Schützen kocht er ehrenamtlich. "Mein Lohn ist es, wenn es den anderen schmeckt", sagt der sympathische Ruheständler mit einem Lächeln im Gesicht.
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