Iphofen

Knauf-Jubilare: Fundamente für den Erfolg des Unternehmens

Knauf ehrte verdiente Mitarbeiter. Betriebsratsvorsitzender Moik sprach von Wertschätzung des Unternehmens, aber auch vom Druck auf Mitarbeiter und fehlenden Vorbildern.
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Die Knauf-Chefs Alexander Knauf und Christoph Dorn ehrten mit dem Betriebsratsvorsitzende Klaus Moik während der Jahreshauptversammlung 44 Mitarbeiter für 25 oder 40 Jahre Firmentreue. Foto: Hartmut Hess
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"Wir müssen verstehen, dass sich die Welt verändert hat und wir müssen uns einigen Herausforderungen stellen", erklärte der Chef der Knauf Gips KG, Christoph Dorn, in der Jahreshauptversammlung. Wie zu befürchtende Kostensteigerungen wegen CO2-Abgaben zu kompensieren sind, sei die eine Frage. Ein Problem sei, dass in Deutschland 50 000 Lastwagenfahrer fehlten und Fachkräftemangel für Unternehmen sowie bei den Verarbeitern herrsche. Hinzu komme, dass die Digitalisierung die Branche grundlegend verändern werde.

Dorn bescheinigte der Knauf Gips KG mit den Tochterunternehmen, dieses Jahr alle Ziele erreicht zu haben. Zudem geht er von einem stabilen Geschäft im kommenden Jahr aus. Im Mittelpunkt der Vertriebsarbeit stehe bei Knauf die Vermarktung von wertschöpfungsstarken Produkten und Systemen. Seien in diesem Jahr Brandschutz und Spachtelmasse Schwerpunkt-Themen gewesen, stünden kommendes Jahr hochwertige Lösungen mit Diamantplatten im Fokus.

Moik: Manche Vorgesetzte ändern ihr Verhalten nicht

Betriebsratsvorsitzender Klaus Moik ging darauf ein, dass die deutsche Wirtschaft schwächeln würde und sah die Situation vor allem politisch verursacht. Die Investitionen von Knauf am Standort Iphofen und in Markt Einersheim wertschätze die Leistung der Belegschaft. Die Zukunftsaussichten stünden nicht schlecht. Moik monierte, dass von den Beschäftigten Verhaltensänderungen erwartet würden, was manche Vorgesetzte aber nicht vorleben würden. Eine gute Unternehmenskultur äußere sich seiner Meinung nach vor allem durch eine Arbeitsumgebung, die die Beschäftigten als fair, wertschätzend, sinnvoll und fördernd erlebten.

Während in der Produktion in Iphofen und Hüttenheim in diesem Jahr viele Sonderschichten geleistet werden mussten, hätte es bei der PFT besser laufen können. Moik forderte die Vorgesetzten auf, auf Vorwürfe oder Drohungen zu verzichten, wenn Mitarbeiter an Samstagen oder Sonntagen Mehrarbeit nicht leisten können. Solches Verhalten seien nicht zielführend und würde sicherlich nicht die Bereitschaft zu Mehrarbeit steigern.

Jubilare haben Knauf zu dem gemacht, was es ist

"Wir wollen ein toller Arbeitgeber für tolle Mitarbeiter sein", erklärte der Geschäftsführende Gesellschafter der Knauf-Gruppe, Alexander Knauf. Weltweit beschäftigt Knauf rund 35 000 Menschen und rund 2000 am Firmensitz Iphofen mit Markt Einersheim und Hüttenheim. Dieses Jahr ehrten Alexander Knauf, Christoph Dorn sowie Betriebsratsvorsitzender Klaus Moik 44 verdiente Mitarbeiter für ihre Unternehmenstreue von 25 oder 40 Jahren. "Die Leistungen und Treue sind wichtige Bausteine für das Unternehmen", betonte Moik und bekräftigte, dass die Jubilare dazu beigetragen hätten, Knauf zu dem zu machen, was das Unternehmen heute ist. Sie hätten mit den Weg in eine positive Zukunft geebnet. "Ich bin fest überzeugt davon, dass in jedem Unternehmen die Mitarbeiter an erster Stelle stehen müssen", bemerkte Dorn. Er fand, dass eine weltweit agierende Gruppe Lösungen finden müsse, um künftig die besten Mitarbeiter zu finden.

Berufsjubilare bei Knauf
Für 40 Jahre: Harald Böhm, Rudolf Dornberger, Marianne Eckstein Heinz Grün, Georg Hartig, Ingrid Hegwein, Gerhard Hess, Peter Hübner, Gerlinde Näck, Otto Sackenreuther, Helmut Schardt, Liane Schiffler, Petra Schmidt, Helmtrud Schmidtner, Wilhelm Schneider, Frank-Peter Schramm und Helmut Voit.
Für 25 Jahre: Alexander Bergsträßer, Thomas Blaß, Jürgen Burczeck, Frank De Meyy, Michael Deppisch, Klaus Espert, Burkard Frey, Michael Grill, Alexander Hartmann, Valentina Hermann, Marko Hoff, Stefan Hunger, Gerald Koos, Matthias Krämer, Thomas Krämer, Steffen Lehner, Winfried Meier, Markus Melber, Carsten Melchert, Kurt Münk, Edgar Popp, Joachim Pruy, Hartmut Reuter, Kerstin Richmond-Färber, Martin Stengel, Cornelia Stürmer und Bruno Weiß.

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