IPHOFEN

Knauf: Gewinn wächst stärker, als der Umsatz

„Es gibt gute Jahre, es gibt schlechte Jahre – es gibt Jahre wie 2013.“ Kurz, knapp und bündig, auf einen Satz reduziert: So zog der geschäftsführende Gesellschafter Manfred Grundke bei der Jahreshauptversammlung am späten Freitagnachmittag die Bilanz für die Firma Knauf im ablaufenden Jahr.
Artikel drucken Artikel einbetten
Auszeichnung: Sie sind seit 40 Jahren Mitarbeiter bei Knauf und wurden in der Hauptversammlung am Freitag ausgezeichnet. Foto: Foto: Robert Haass
+1 Bild

„Es gibt gute Jahre, es gibt schlechte Jahre – es gibt Jahre wie 2013.“ Kurz, knapp und bündig, auf einen Satz reduziert: So zog der geschäftsführende Gesellschafter Manfred Grundke bei der Jahreshauptversammlung am späten Freitagnachmittag die Bilanz für die Firma Knauf im ablaufenden Jahr.

Ein Jahr mit Höhen und Tiefen, das die „anspruchsvollen Zielsetzungen“ nicht ganz erreichen konnte. Anstelle eines prognostizierten Umsatzwachstums von sechs Prozent wurde „nur“ ein Prozent erreicht. Tröstlich dabei: Das Ergebnis, gemeint ist der Gewinn, ist mit 1,6 Prozent stärker als der Umsatz gewachsen, was Grundke als „erfreulich“ bezeichnete. Und: „Soweit wir abschätzen können, liegen allerdings alle vergleichbaren Wettbewerber – sowohl im Umsatz, als auch im Ergebnis – unter dem Vorjahr“, sagte Grundke.

Drei Gründe nannte der geschäftsführende Gesellschafter für die „verhagelte“ Prognose: Der relativ lange Winter in Mitteleuropa, die schwache Konjunktur in Frankreich und ein verhaltenes Wachstum in der GUS (Gemeinschaft unabhängiger Staaten, ein Zusammenschluss verschiedener Nachfolgestaaten der Sowjetunion). Gravierend wirkte sich auch eine ungünstige Wechselkursentwicklung aus, die das Unternehmen deutlich Umsatz kosten wird.

Um seine führende Position im Markt auszubauen, hat Knauf im Jahr 2013 kräftig investiert und wird dies auch im kommenden Jahr weiter tun. Wichtig sind dabei vor allem die „Wachstumsregionen Südostasien, Pazifik, Süd- und Mittelamerika - dort werden wir wachsen“, so Grundke, der von Erweiterungs- und Neubauprojekten nicht nur in Europa, sondern auch in Brasilien, Kasachstan, Aserbaidschan, Iran, Vietnam, Indonesien, Ägypten, Türkei oder auch Russland berichtete.

Die Bilanz von Alexander Knauf, der im Januar dieses Jahres von der Familie ebenfalls zum geschäftsführenden Gesellschafter der Knauf-Gruppe bestellt wurde, fiel ähnlich wie die von Grundke aus. Er bestätigte, das Jahr 2013 für die Knauf-Gruppe erfolgreich abschließen zu können, wobei die Gruppe Deutschland/Schweiz der Wachstumsmotor der gesamten Knauf-Gruppe ist. „Das verdanken wir dem Einsatz eines jeden Einzelnen von Ihnen und dafür möchte ich mich bei Ihnen herzlich bedanken“, rief er den vielen Teilnehmern zu.

Um auch weiter die Marktstellung gegenüber einem wachsenden Wettbewerb verteidigen und ausbauen zu können, muss Knauf „Weltmeister in zwei Disziplinen sein: In der Entwicklung und Vermarktung von Systemlösungen und Knauf muss Kostenführer sein.“

Tradition beim Jahresabschluss von Knauf ist auch die Ehrung langjähriger Mitarbeiter und zum Abschluss die Worte des Betriebsratsvorsitzenden, Klaus Moik. Der fand es positiv, dass „bei Knauf nicht nur in Maschinen investiert wird“. Im vergangenen Jahr sei es in den Betrieben sowohl zu Neueinstellungen gekommen, als auch Leiharbeiter übernommen worden. Wichtig sei es, vor allem jungen Menschen eine Perspektive zu bieten – etwa durch die Übernahme nach der Ausbildung.

Die Knauf-Jubilare:

Für 40-jährige Betriebszugehörigkeit wurden ausgezeichnet: Gerhard Klein, Wilfried Demel, Ingrid Sämann, Erwin Knorr, Walter Mengler, Lorenz Schneller, Erich Schwab, Irene Braun, Felix Hümmer, Friedrich Kolbenstetter, Franz-Josef Gernet, Philipp Eckstein, Reinhard Tirschner, Adelbert Rickel, Albrecht Hufsky, Hans Müller, Heinrich Eumann;

für 25 Jahre: Hiltrud Weimann, Dieter Sterk, Martina Pohli, Volker Müller, Bent Endriss, Manfred Lamertz, Uwe Hermann, Elli Melchert, Silke Plank, Ulrich Löblein, Günther Dietsch, Gundolf Krüger, Claus Fesel und Jörg Demmich.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.