Kleinlangheim

Kleinlangheimer Kirchweihprediger: Der Zusammenhalt zählt

Besonderen Grund zum Feiern gab es am Kirchweihsonntag in Kleinlangheim: dort gibt es den Umzug der Dorfjugend in der jetzigen Form mit Ständchen, Wagen, Musik und Predigt bereits seit 30 Jahren. Diese besondere Variante des Umzugs lockte wieder sehr viel Volk  nach "Kleelanga". Am Sonntag hatte man sich eine etwas andere "Art der Ausgrabung" einfallen lassen. Es ging nicht um ein Fass Bier, sondern um das Thema "Neubaugebiet", dessen Verwirklichung mit Schwierigkeiten verbunden ist und das vor allem der jungen Generation am Herzen liegt, da sie im Heimatort bauen möchte. Im Predigttext und auf Plakaten machte die Dorfjugend deutlich, wie wichtig ihnen ein  Baugebiet für die Zukunft des Dorfes ist.
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Die Dorfjugend, unterwegs mit Plakaten zum Baugebiet. Foto: Fotos: Winfried Worschech
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Besonderen Grund zum Feiern gab es am Kirchweihsonntag in Kleinlangheim: dort gibt es den Umzug der Dorfjugend in der jetzigen Form mit Ständchen, Wagen, Musik und Predigt bereits seit 30 Jahren. Diese besondere Variante des Umzugs lockte wieder sehr viel Volk  nach "Kleelanga". Am Sonntag hatte man sich eine etwas andere "Art der Ausgrabung" einfallen lassen. Es ging nicht um ein Fass Bier, sondern um das Thema "Neubaugebiet", dessen Verwirklichung mit Schwierigkeiten verbunden ist und das vor allem der jungen Generation am Herzen liegt, da sie im Heimatort bauen möchte. Im Predigttext und auf Plakaten machte die Dorfjugend deutlich, wie wichtig ihnen ein  Baugebiet für die Zukunft des Dorfes ist.

"Neuer Lebensraum – des wär a Traum", Wir wolln bau, ihr tuts verhau", "Ich krieg ken Grund, wasn Schund", "Was ist Lärm? – Mir ham Kerm" war zu lesen und die beiden Kirchweihprediger Lorena Wolf und Nico Braun setzten zu Beginn ihrer Ansprache vor dem Rathaus noch einen drauf: "Gewidmet haben wir die ganze Ausgrabung diesem Thema, vorbei ist es jetzt mit der Showkampfarena, Häuser sollen doch da stehen, neue Zuhause dort entstehen, stattdessen wird Terz gemacht um nichts, es reicht jetzt, vorbei mit dem Witz!"

Ständchen in Versen

Den Dorfbewohnern gaben sie in den Schlussversen den Rat: "Ob früher, heut, ob jung, ob alt, was zählt ist der Zusammenhalt". Für Bürgermeisterin Gerlinde Stier und damit auch für den Gemeinderat gab es beim Ständchen für deren Festhalten am geplanten Baugebiet ein großes Lob: "Deine Arbeit machst du fast wie ein Genie, auch wenn der Wind mal weht und zwar so richtig rau, das Gebiet kommt und das weißt du auch genau".

Michael Braun, Moritz Braun, Sascha Bader, Christoph Schulz, Nino Scheidler, Mario Fleischer und Janik Skorepa charakterisierten auch bei weiteren Ständchen mit Musik und Gesang Mitbürger, die im Dorf eine Rolle spielen, wie zum Beispiel Gemeinderat Hans Braun. Beim Loblied auf die Metzgerei Höhn wurde vor allem die Qualität der Ware besungen: "Wir wollten dir nur mal eben sagen, dass die Wurst das größte für uns ist und sicher gehen, dass du alle Zeiten überstehst – nie mehr gehst".

Die "Ständerli-Singer" brachten beim Gasthaus Zum Bären und für Gastwirt Eckhard Höhn auch deutlich zum Ausdruck, dass das Wirtshaus ein zentraler Ort im Dorf ist: "Die Traumkneipe, das Paradies in unserem Dorf, dein Bier, dein Schorle, mein Rausch". Wie dem Bärenwirt so wünschten die Sänger auch dem Kuhns-Bäck, dass er alle Zeiten überstehen möge – "nie mehr gehst". Das wünschten sie sich auch für das Cafe von Melissa Meyer, das seit zwei Jahren für Einkehr sorgt: "Dein selbstgemachter Kuchen ist ein wahrer Traum".

Der Schlusspunkt des Umzugs war das Rathaus, wo die beiden Prediger noch zahlreiche Geschichten verlasen. Zum Beispiel die Geschichte von einer Familie, die sich als Wettsieger eines Pferderennens wähnte und von einer jugendlichen Gang, die mit Mofas zum Brombachsee unterwegs waren und einige Pannen erlebten.

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