KITZINGEN

Klaus Hornigs Plädoyer für den Helm

Es lag ihm am Herzen, sich an alle Bekannten und Unbekannten zu wenden, die ihm durch den Sport verbunden sind: Klaus Hornig, bekam zum 47. Mal das Sportabzeichen in Gold.
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Koordinator Rudolf Kerkel (links) und Kitzingens Oberbürgermeister Siegfried Müller bei der Vergabe der Sportabzeichen.
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Es lag ihm am Herzen, sich an alle Bekannten und Unbekannten zu wenden, die ihm durch den Sport verbunden sind: Klaus Hornig, zum 47. Mal mit dem Deutschen Sportabzeichen in Gold ausgezeichnet, stand sichtlich gezeichnet von einem Unfall, den er einige Tage zuvor erlitten hatte, auf der Bühne und appellierte mit stockender Stimme: „Bitte setzt einen Fahrradhelm auf. Ohne ihn würde ich heute nicht hier stehen. Ich wüsste nicht, wie ich meiner Familie, meinen Kindern, meinen Enkelkindern das erklärt hätte.“

Genesungswünsche und Applaus begleiteten ihn von der Bühne und das Publikum gewann die Einsicht, dass dem Erfahrensten unter den Teilnehmern nur dank seines Fahrradhelms ein noch glimpflich ausgegangener Unfall widerfahren war.

Am Montagabend hatte die Stadt Kitzingen, vertreten durch ihren Oberbürgermeister Siegfried Müller und Sportreferenten Manfred Marsteller, die erfolgreichen Breitensportler des Jahres 2017 zum Empfang mit Übergabe der Urkunden in die Rathaushalle eingeladen. „Das Sportabzeichen macht niemand alleine, auch wenn es jede und jeder für sich selbst schaffen muss. Das Training und die Prüfungen bringen die Menschen zusammen“, sagte Müller in seiner Rede.

Alle Altersklassen dabei

Insgesamt legten Sportler zwischen sechs und 80 Jahren 76 erfolgreiche Prüfungen ab. Mit ihren Leistungen erreichten 55 Teilnehmer das Deutsche Sportabzeichen in Gold und acht Jugendliche das Jugendsportabzeichen, darunter eins in Gold und zwei in Silber. Jedoch nahmen die Zahlen weiter ab. Ein Jahr zuvor waren noch 89 erfolgreiche Prüfungen abgelegt worden, vor zwei Jahren 101, vor drei Jahren sogar 139. Birgit Caspari, Barbara Kolb, Werner Beuschel, Eugen Gerhard, Klaus Kirschbaum, Harald Klein, Manfred Klügl, Peter Neuweg, Helmut Ott, Dieter Rasp, Georg Treutlein und Rudolf Kerkel als Koordinator nahmen die Prüfungen ab. Neues konnte Kerkel noch nicht berichten, da die Versammlung erst am nächsten Sonntag stattfinde.

Von Mai bis September letzten Jahres trainierten insgesamt 168 Sportler jeweils mittwochs an elf Abenden, um die geforderten Leistungen zum Sportabzeichen erbringen zu können. Ebenso zogen 88 Schwimmer an fünf Sonntagen ihre Bahnen im Kitzinger Hallenbad. 34 Radfahrer und drei Nordic-Walker traten ebenfalls zur Abnahme ihrer sportlichen Leistungen an.

Geehrt wurden wie üblich die erstmaligen Verleihungen sowie die runden und häufigsten Wiederholungen. „Gerade im Sport kann man unmittelbar erleben, wie toll es ist, ein selbst gestecktes Ziel auch zu erreichen“, gratulierte Müller den erfolgreichen Teilnehmern zu ihren Leistungen.

Die Geehrten

Folgende Teilnehmer wurden geehrt (in Klammern die Anzahl der Wiederholungen): Deutsches Jugendsportabzeichen in Bronze: Trinity Fairley, Clara Hörlin, Nora Holtz, Shaleen Schmitt (alle 1), Thomas Podschun (6).

Deutsches Jugendsportabzeichen in Silber: Lea Hörlin, Anna Menzel (beide 1).

Deutsches Jugendsportabzeichen in Gold: Jakob Schmitt (3).

Deutsches Sportabzeichen in Gold: Rainer Frischholz, Thomas Hegler, Johannes Kroiß, Martina Kroiß, Herbert Schwoche (alle 1), Mathias Gernert, Steffen Gernert, Sebastian Ruß (alle 5), Peter Neuweg, Horst Podschun (beide 10), Birgit Caspari, Kurt Müller, Dieter Rasp (alle 15), Helmut Fischer, Harald Klein (beide 25), Werner Beuschel (30), Klaus Kirschbaum, Erhard Mauder, Dieter Milch (alle 31), Alfons Brückner, Manfred Klügl, Herbert Meyer (alle 32), Hans Böhm (34), Jochen Blendow (36), Günther Körber (37), Ulrike Bank (39), Manfred Hofmann (42), Helmut Ott (44), Dr. Heino Alps (45), Klaus Hornig (47).

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