Kitzingen/Rio de Janeiro

Kitzingerin in Rio: Feiern mit den Gold-Gewinnern

Donnerstagnacht ging im Deutschen Haus in Rio die Post ab: Gleich drei Goldmedaillen wurden bis tief in die Nacht gefeiert - und mittendrin war Luisa Moser aus Kitzingen.
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Kitzingerin jubelt über Karte für Siebenkampf in Rio
Ausgelassene Stimmung im Deutschen Haus in Rio de Janeiro: Luisa Moser aus Kitzingen und die weitere Teilnehmer der Deutschen Olympischen Sportjugend haben IOC-Präsident Thomas Bach (Bildmitte) einen fröhlichen Empfang bereitet. Foto: Foto: Moser
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Luisa Moser aus Kitzingen (im Bild rechts, mit IOC-Präsident Thomas Bach) ist für zwei Wochen bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Was die 19-Jährige erlebt, schreibt sie für diese Zeitung auf:

„Bei den Wettkämpfen sind wir immer lautstark als Fanclub dabei. Am Copacabana-Strand haben wir die Beachvolleyballerinnen Britta Büthe und Karla Borger angefeuert. Nach ihrem 2:0-Sieg gegen zwei Holländerinnen haben sie zu uns gewunken, sich sogar extra bedankt.

Tanzen und jubeln

Unglaublich war der Donnerstagabend im Deutschen Haus, nachdem es tagsüber für unser Team dreimal Gold gegeben hat. Schützin Barbara Engleder sowie die Frauen und Männer der Ruder-Vierer waren da, um mit den anderen Teilnehmern zu feiern. Und wir waren die ganze Zeit mittendrin, haben bis tief in die Nacht mit den Athleten gejubelt, getanzt und uns locker unterhalten: Ein unvergesslicher Abend, bei dem wir auch IOC-Präsident Thomas Bach getroffen haben!

Tagsüber waren wir in Favelas, die von den Bewohnern aber lieber als Comunidades bezeichnet werden. Ein Brasilianer, der selber schon vierzig Jahre in seiner Favela lebt, hat uns zusammen mit einem Mitarbeiter durch die ganze Siedlung geführt, sodass wir uns dort alle selbst ein Bild von den Umständen machen konnten.

Noch viel zu tun

Es war sehr interessant, unsere Fragen wurden super beantwortet. Es hat mich beeindruckt, aber mir auch klar gemacht, dass dort noch viel zu tun ist. Man sollte immer alles hinterfragen und versuchen, zu verstehen. Kein Medienbericht könnte diese Eindrücke ersetzen.

Auch sonst sind wir rumgekommen: Wir hatten einen wunderbaren Nachmittag am Copacabana-Strand. Und wir machen demnächst eine Wanderung auf den Morro da Urca, den Zuckerhut-Felsen. Es führt auch eine Seilbahn hoch, aber wir sind ja Sportler, werden laufen.“

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