Bei der Stadtjugendpflege Kitzingen tut sich etwas. Nach dem neuen Jugendcafe "treff" und der Taschengeldbörse haben die Mitarbeiter rund um den Leiter Jochen Kulczynski nun die eine Imagekampagne gestartet, die mit einem neuen Namen für die Stadtjugendpflege einhergeht. Unter dem Name n"jungstil" will sich das Team zukünftig um die Belange der Kitzinger Jugendlichen kümmern.

Der Name ist gut durchdacht. Neben "jung", was für die Zielgruppe steht, soll "stil" die breitgefächerte Orientierung der öffentlichen Einrichtung zeigen. "Ob HipHopper, Skater oder Emo. Wir vereinen mehrere Stile", erklärt Antje Sinn. Jeder Jugendliche sei willkommen.

Mit einem groß angelegten Fest auf der Mondsee-Insel wurde am Samstag der neue Name gefeiert. "Wir wollen die Namenseinführung mit einem emotionalen Event verknüpfen", erklärt Antje Sinn vom "jungstil", das bei der Organisation eng mit Kitzinger Vereinen und Gruppierungen zusammengearbeitet hat. Die Pfadfinder RoyalRangers, die Jugendgruppe vom ehemaligen Jugendtreff "Neuer Friedhof", die Burschenschaft "Siedler Knörz", die Turngemeinde Kitzingen, Loud-Music-Events und viele "jungstil"-Helfer waren in die Planung und Durchführung involviert. Außerdem halfen das BRK Kitzingen sowie die Polizei bei der Sicherung.

Kampf in drei Disziplinen


Um 14 Uhr ging es auf der Mondseeinsel mit dem "Friends-Battle" los: einem Fußball-, Volleyball- und Basketballturnier, bei dem die Mannschaften in allen Disziplinen antreten mussten. Leider hatten sich bei Turnierbeginn nur vier Mannschaften angemeldet, was allerdings die Chance auf den Hauptpreis, eine Privatparty mit Freunden im Event-Café "treff", erhöhte.

Überschaubare Anzahl GästeUm 19 Uhr startete die eigentliche Feier "Inselbeats" mit DJ Johannes Keppner von Radio Gong und DJ Mike More. Als Vor-DJs traten außerdem DJ F.E.S. und DJ Dr. Bob auf. Gefeiert wurde in zwei Zelten, während in dem einen eher Mainstream-Musik und in dem anderen House-Musik gespielt wurde. Ab 24 Uhr war dann After-Show-Party im Event-Cafe "treff" angesagt. Aber nur eine überschaubare Anzahl Jugendlicher nahm das attraktive Programm auf der Mondsee-Insel an.

Jochen Kulczynski kann zu wenig Werbung als Grund für die verhaltene Besucherzahl ausschließen: "Wir haben die Kitzinger Jugendlichen persönlich angeschrieben, Werbung in den Tageszeitungen und im Radio gemacht und außerdem waren überall Plakate aufgehängt und Flyer ausgelegt", erklärt der Leiter der Stadtjugendpflege. Mit drei Euro wurde auch der Eintrittspreis jugendgerecht angesetzt. "Gut geplant heißt nicht gleich, dass es perfekt funktioniert", gibt Kulczynski zu bedenken.

Viel Positives zieht er aus der Organisation: "Wir haben dies alles mit ein paar Einheiten auf die Beine gestellt und es hat gut geklappt und funktioniert", lobt der "jungstil-Leiter" die Zusammenarbeit.

Auch künftig soll es nicht ruhig um "jungstil" werden. Das Cáfe "treff" bietet im Herbst ein buntes Programm und gemeinsam mit den Vereinen überlegt das jungstil-Team auch weiterhin, mit welchem Programm sie die Jugendlichen aus der Reserve locken können.