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Kitzinger "Helfer vor Ort" retten Leben

Seit über zwei Jahren hat Kitzingen einen eigenen "Helfer vor Ort". Bis der Rettungsdienst eintrifft, ist er am Einsatzort - und rettet Leben.
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Sven Appold und Florian Scheuring mit dem "Helfer vor Ort"-Fahrzeug. 160 Einsätze ist es letztes Jahr gefahren.  Foto: Sabine Herteux
Sven Appold und Florian Scheuring mit dem "Helfer vor Ort"-Fahrzeug. 160 Einsätze ist es letztes Jahr gefahren. Foto: Sabine Herteux
160 Einsätze ist der "Helfer vor Ort" des Bayerischen Roten Kreuzes in Kitzingen letztes Jahr gefahren. 160 von 216 Einsätzen insgesamt. Er ist oft zuerst am Einsatzort, leistet Hilfe, rettet Leben. "Die Aufgabe des Helfers vor Ort ist es, in der Zeit von der Alarmierung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes lebensrettende Maßnahmen einzuleiten", erklärt Rettungsdienstleiter Sven Appold.

Im August 2010 hatte sich der Kreisverband dazu entschlossen, einen "Helfer vor Ort" zu gründen, bereits im November konnte er ins Leben gerufen werden - die Firma "Gok" sponserte ihnen einen Mercedes A-Klasse. Auch weitere kleine Spenden von anderen Kitzinger Firmen ermöglichten den schnellen Start des "Helfer vor Orts". "Die Kitzinger Geschäftsleute sind uns wohlgesonnen, weil sie wissen, dass sie davon profitieren", glaubt Appold. Im Februar diesen Jahres kam eine erneute Spende von der Mediengruppe Oberfranken dazu. Im Rahmen des langjährigen Verlagsprojekts "Franken helfen Franken" erhielt der "Helfer vor Ort" in Kitzingen 1850 Euro für die Finanzierung eines Funkmeldeempfängers, des Fahrsicherheitstrainings und von Schutzkleidung. "Wir sind auf Spenden angewiesen, wir finanzieren und aus Eigenmitteln."

Er ist für den gesamten Landkreis zuständig, in Kitzingen hatte er 2012 die meisten Einsätze. Seit 6. März ist der "Helfer vor Ort"-Standort in Kitzingen die einzige ISO-zertifizierte "Helfer vor Ort"-Gruppe in Unterfranken. Neben Verkehrs- und Arbeitsunfällen, Schlaganfällen und Herzinfarkten, kommt ihm besonders bei Bränden eine wichtige Bedeutung zu: "Der Helfer vor Ort bringt das CO-Messgerät an die Einsatzstelle", erklärt Florian Scheuring, Fachgruppenleiter "Helfer vor Ort". Er kümmert sich ebenso um die Hausnotrufbereitschaft. "Es gibt etliche Einsätze, die zeitkritisch sind und bei denen jede Minute zählt. Da ist ein Helfer vor Ort Gold wert", betont Appold. "Helfer vor Ort" würden laut Appold immer gesucht. Erforderlich ist eine medizinische Grundausbildung, die aus acht Doppelstunden Erster Hilfe, einer 60-stündigen Sanitätsausbildung, einem zehnstündigen Aufbaukurs sowie einem Fahrsicherheitstraining besteht. "Wir können immer neue Leute gebrauchen", appelliert er an Interessierte.


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