Kitzingen

Kitzinger Grüne stellen Anträge auf Klimavorbehalt

In vielen Städten wurde der Klimanotstand ausgerufen. Das alleine reicht der Kitzinger Kreisrätin Christa Büttner von Bündnis 90/Die Grünen nicht: "Damit wird aber noch kein Gramm CO2 eingespart, es ist eher Symbolpolitik".
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In vielen Städten wurde der Klimanotstand ausgerufen. Das alleine reicht der Kitzinger Kreisrätin Christa Büttner von Bündnis 90/Die Grünen nicht: "Damit wird aber noch kein Gramm CO2 eingespart, es ist eher Symbolpolitik". In Stadt und Landkreis Kitzingen sollten, laut einer Pressemitteilung, vielmehr alle zukünftigen Maßnahmen auf ihre Auswirkungen geprüft werden.

Für die Stadt Kitzingen wurden deshalb von Stadträtin Andrea Schmidt ein entsprechender Antrag gestellt. Demnach soll überprüft werden, ob beispielsweise bei den Heizungssanierungen der Friedrich Bernbeck-Schule, der Dreifachturnhalle Sickergrund und der Florian-Geyer-Halle Wärmerückgewinnungsanlagen zum Einsatz kommen können.

Insbesondere deshalb, weil die Ausführung solcher Arbeiten nur drei Wochen in Anspruch nehmen. Das sei bei der aktuellen Personalsituation im Bauamt ein entscheidender Vorteil. Bei der Wärmerückgewinnung handelt es sich um eine erprobte Technik, die zum Beispiel in Fürth das Rathaus seit 2009 zu 70 Prozent ohne fossile Brennstoffe heizt.

Im Landkreis ist die Generalsanierung der Klinik Kitzinger Land die größte Baumaßname, heißt es weiter, die vom Landkreis jemals gestemmt wurde. Deshalb wurde von Kreisrätin Büttner ebenfalls ein Antrag auf Klimavorbehalt gestellt. Dazu soll der Einbau einer Wärmerückgewinnungsanlage, von Kühldecken und Gründächern, einer PV-Anlage und passiver Wärmedämmung geprüft und umgesetzt werden.

Im Zweifel sollte bei Baumaßnahmen immer dem Klimaschutz der Vorrang gewährt werden. Zur Finanzierung sind die entsprechenden Förderprogramme zu generieren, sagte Büttner. Da laut Bayerischer Staatsregierung das Bundesland Bayern bis 2030 CO2-neutral sein soll, werden solche Maßnahmen in Zukunft sicherlich nicht nur gefördert, sondern gefordert, ist sich die Kreisrätin sicher.

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