KITZINGEN

Kitzinger Bürgermedaillen an Heinz Stich und Heinrich Rucker

„Warum Sie fast 80 Jahre alt werden mussten, ehe die Stadt Kitzingen ihnen für ihr beispielloses ehrenamtliches Wirken die Bürgermedaille verleiht?“, fragte sich Oberbürgermeister Siegfried Müller am Freitagabend bei der Verleihung der Bürgermedaille in Silber an den Sickershäuser Heinz Stich. Daneben überreichte der OB die Bürgermedaille gar in Gold an Heinrich Rucker, der schon stolze 67 Jahre Bläser im Posaunenchor der evangelischen Stadtkirche ist.
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Zwei Bürgermedaillen verliehen: Kitzingens Oberbürgermeister Siegfried Müller (von links) ehrt beim Empfang der Stadt Heinrich Rucker und Heinz Stich für ihre Verdienste. Foto: Foto: Hartmut Hess

„Warum Sie fast 80 Jahre alt werden mussten, ehe die Stadt Kitzingen ihnen für ihr beispielloses ehrenamtliches Wirken die Bürgermedaille verleiht?“, fragte sich Oberbürgermeister Siegfried Müller am Freitagabend bei der Verleihung der Bürgermedaille in Silber an den Sickershäuser Heinz Stich. Daneben überreichte der OB die Bürgermedaille gar in Gold an Heinrich Rucker, der schon stolze 67 Jahre Bläser im Posaunenchor der evangelischen Stadtkirche ist.

Heinrich Rucker begann 1947 sein Engagement im Posaunenchor und ist damit der dienstälteste Bläser in dem Ensemble. „Sie musizieren jetzt seit 67 Jahren und haben in dieser langen Zeit mehr als 5000 Einsätze absolviert – eine schier unvorstellbare Leistung“, sagte Siegfried Müller und zollte dem Geehrten höchsten Respekt. Rucker habe auf Bläserfreizeiten, in Gottesdiensten und Konzerten, bei Standkonzerten auf dem Marktplatz oder bei ökumenischen Weinbergs-Gottesdiensten mitgewirkt. Darüber hinaus - und das sei für die Stadt Kitzingen von besonderer Bedeutung – konnten der Posaunenchor und die Stadt immer darauf zählen, dass Heinrich Rucker bei Volkstrauertagen, am Totensonntag und insbesondere beim Gedenktag am an den Bombenangriff am 23. Februar am Neuen Friedhof wie selbstverständlich zum Gelingen dieser Veranstaltungen beigetragen habe.

„Eine schier unvorstellbare Leistung.“
OB Siegfried Müller über Heinrich Rucker

„Sie gaben und geben mit Ihrem Jahrzehnte währenden Einsatz ein herausragendes Beispiel für andere Chormitglieder und die Gesellschaft insgesamt“, lobte der OB den 84-Jährigen.

Die herausragende ehrenamtliche Tätigkeit von Heinz Stich fand bereits im Jahr 2010 eine öffentliche Würdigung mit der Verleihung des Ehrenpreises der Freien Wähler – FBW Kitzingen.

„Was wäre Sickershausen heute ohne Ihnen und Ihr Wirken?“, fragte sich Siegfried Müller und skizzierte den Einsatz des 79-Jährigen. Heinz Stich war 1971 Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft der örtlichen Vereine und von 1977 bis 1992 deren Schriftführer. Wie wichtig die Arbeitsgemeinschaft ist, maß der Oberbürgermeister daran, dass ohne diese die Errichtung der Festhalle im Stadtteil Sickershausen sicher nicht gelungen wäre. Ebenfalls seit 1971 ist Stich Mitglied in der Siedlervereinigung, deren stellvertretender Vorsitzender er mehr als 40 Jahre war. Im Weinbauverein war er 1978 Gründungsmitglied, 20 Jahre lang stellvertretender Vorsitzender und ab 1995 Mitorganisator des Sickershäuser Weinfestes sowie langjähriger Schriftführer und Verantwortlicher für die Finanzen. Den OB überraschte es auch nicht, dass Heinz Stich im Sportverein nahezu alle Ehrenämter bekleidete vom Kassenprüfer bis zum Vorsitzenden.

Darüber hinaus gestaltete er maßgeblich Vereinsjubiläen mit und wirkte beim Sportplatzneubau im Jahr 1971 oder beim Anbaus des Sportheims und Turnhalle um die Jahrtausendwende mit. Auch im Gemeinderat war Heinz Stich von 1971 bis 1974 vertreten, befasste sich später intensiv mit der Sickershäuser Geschichte und organisierte Flurgänge.

„Ich verneige mich vor Ihrem Engagement und wünsche dem Stadtteil Sickershausen und unserer Stadt insgesamt viele solcher engagierter Bürger wie Sie“, wandte sich Siegfried Müller an den Geehrten.

Beide Geehrten bedankten sich für die Auszeichnung und Heinz Stich fand es normal, sich in einem Dorf für die Gemeinschaft einzubringen und er sah die Medaille auch als Anerkennung für die Sickershäuser Vereine.

Die Big-Band der Kitzinger Musikschule unter der Leitung von Jürgen Faas umrahmte die Feier. Mit der polnischen Rathaus-Praktikantin Patrycja Krol als Sängerin begeisterte die Big-Band ihre Zuhörer.

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