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Kitzingen

Kitzinger Berufsinformationstage: Neues Konzept kommt gut an

Die alte Berufsbörse in der Wirtschaftsschule hat ausgedient. Die Organisatoren haben ein neues Konzept. Was halten die Aussteller davon?
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Was soll ich mal werden? Antworten auf diese Frage fanden junge Menschen bei den Berufsinformationstagen in Kitzingen. Foto: Corinna Petzold
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Viele Jugendliche, die kurz vor ihrem Schulabschluss stehen, fragen sich, wo und in welchem Beruf sie arbeiten wollen und sollen. Um sich ein Bild über die vielen Ausbildungsmöglichkeiten in der Region machen zu können, lockten am Freitag und Samstag Schüler und Eltern die Berufsinformationstage in den Technologiepark ConneKT in Kitzingen. Erstmals organisierten die Stadt Kitzingen und der Landkreis diese Veranstaltung gemeinsam.

Diese Veranstaltung bot allen ausbildenden Unternehmen in der Stadt und im Landkreis eine Plattform, ihre Angebote für Schulabsolventen zu präsentieren. 75 Aussteller, die mehr als 150 Ausbildungsberufe, Fachschul- und Studienangebote zu bieten haben, stellten sich ihren potentiellen neuen Mitarbeitern vor. Das Angebot in der Region ist vielfältig: vom Sachbearbeiter oder dem ITler bis hin zum Landwirt konnten sich die Schüler über zukünftige Berufe informieren. Auch Vertreter im Staatsdienst wie der Polizei oder der Bundeswehr standen den Besuchern Rede und Antwort.

Der Freitag war ausschließlich den mehr als 700 angemeldeten Schülern vorbehalten, am Samstag konnten sich alle, vor allem Eltern, die Stände der Aussteller anschauen und mit den Unternehmen ins Gespräch kommen. Mit dem Hallenplan, den die meisten Schüler schon vorab bekommen haben oder den es am Eingang des Messezeltes gabe, hatten die Besucher einen guten Überblick über die anwesenden Firmen. Für Gespräche mit potenziellen Arbeitgebern hatten sich die Organisatoren außerdem einige Fragen überlegt, die auf dem Flyer vermerkt waren und die den Schülern einen guten Einstieg bieten sollten. Außerdem konnten sich die Interessierten ihre Gespräche mit den Unternehmen mit einem Stempel dokumentieren lassen, um so an einem Gewinnspiel teilzunehmen, bei dem ein Bewerbungs-Coaching verlost wurde.

Viele der Firmenvertreter lobten die Berufsbörse in neuem Gewand, die in diesem Jahr umfangreicher war als in den Jahren zuvor in den Räumen der Wirtschaftsschule Kitzingen. Schon die vorherige Präsentation über eine eigene Homepage, auf der sich die Besucher vorab Informationen einholen konnten, zeugt laut einigen Ausstellern von professionellem Charakter. Auch das Ikea-Prinzip, bei dem die Interessierten einen Laufweg vorgegeben bekamen, fand viel Zuspruch. "Hier sind alle Stände gleichberechtigt, keiner muss in einem abgelegenen Klassenzimmer vergebens auf Besucher warten", sagte ein begeisterter Unternehmer. Außerdem sei die Parkplatzsituation im Technologiepark um einiges besser als mitten in der Stadt.

Doch es gab auch Mitarbeiter, die das neue Konzept der Messe nicht ganz überzeugt hat. "Für die beiden halben Tage, die man sich hier präsentieren kann, ist der unternommene Aufwand und der Aufbau eines riesigen Zeltes einfach zu groß", beanstandete eine Standbetreiberin. Andere Firmen hatten sich vom Samstag, als die Eltern mit ihren Kindern kommen konnten, ein mehr Zulauf erwartet. Dennoch überwiegen bei den meisten Unternehmern die positiven Aspekte der neuen Berufsmesse, die sie zukunftsträchtig einschätzen.

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