Kitzingen
Fahndung

Kitzinger Bäckereiräuber bleibt verschwunden

Nach den erneuten Überfällen auf Bäckereien sind die Ermittlungen nach dem offensichtlichen Serientäter in vollem Gange. Jetzt will es die neu gegründete Ermittlungskommission Brot gebacken kriegen.
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So hat es am Dienstag Nachmittag in der Kitzinger Siedlung ausgesehen. Bei der Suche nach dem Täter kann die Polizei noch keinen Erfolg melden. Foto: Diana Fuchs
So hat es am Dienstag Nachmittag in der Kitzinger Siedlung ausgesehen. Bei der Suche nach dem Täter kann die Polizei noch keinen Erfolg melden. Foto: Diana Fuchs
Mittlerweile spricht vieles dafür, dass der Unbekannte für eine ganze Serie von Überfällen auf Bäckereifilialen seit dem vergangenen November in Mittelfranken, Oberfranken und auch in Unterfranken verantwortlich ist. Bei der Aufklärung arbeiten die beteiligten Kriminalpolizeiinspektionen eng zusammen.

Wie bereits berichtet, hatte am Mittwochnachmittag ein mit einer Pistole bewaffneter Mann gegen 13.30 Uhr eine Bäckereifiliale in der Würzburger Erthalstraße überfallen. Der Täter ist dann mit einigen hundert Euro Bargeld zu Fuß geflüchtet. Noch während die Großfahndung der Polizei, an der auch ein Polizeihubschrauber und Beamte der Bereitschaftspolizei beteiligt waren, in vollem Gange war, wurde ein weiterer Überfall auf eine Bäckereifiliale in Kitzingen um 15.15 Uhr gemeldet. Auch hier war wieder eine Pistole im Spiel. In diesem Fall besprühte der Räuber die allein anwesende Verkäuferin mit einem Pfefferspray. Auch diesmal gelang dem Unbekannten mit einigen hundert Euro Bargeld zu Fuß die Flucht.

Noch kein Fahndungserfolg

Die Großfahndung in Würzburg und auch die in Kitzingen führten leider nicht zu dem gewünschten Erfolg. Der Täter war mit seiner Beute spurlos verschwunden. Allerdings wurde ein Fahrzeug gestoppt, an dem sich gestohlene Kennzeichen befanden und das zunächst mit dem Überfall in Zusammenhang gebracht worden war. Gegen den Fahrer wird jetzt auch wegen der entwendeten Nummernschilder ermittelt. Es hat sich aber herausgestellt, dass der Mann mit dem Überfall nichts zu tun hatte.

Mittlerweile gehen die Ermittler immer mehr davon aus, dass es sich um ein und denselben Täter handelt, der seit November 2012 sechs Überfälle in Mittelfranken, einen in Oberfranken und vier in Unterfranken verübt hat. Dafür spricht auch die identische Arbeitsweise. Beim Polizeipräsidium Mittelfranken wurde inzwischen die Ermittlungskommission "Brot" eingesetzt, die sehr engen Kontakt mit den Kriminalpolizeiinspektionen in Würzburg und Bayreuth hält.

Bei der Aufklärung der Überfälle setzt die Polizei jetzt auch weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung. Insbesondere hoffen die Ermittler darauf, dass der Täter sich beim Ausbaldowern neuer, für ihn geeigneter Tatorte so verhalten hat, dass er dabei jemandem aufgefallen ist. Wer hier entsprechende Beobachtungen gemacht hat, wird dringend gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Dies gilt auch, wenn man selbst der Meinung ist, dass die eigene Beobachtung vermutlich nicht von Bedeutung ist. Hinweise unter Telefon 09321/1410.
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